

"Fast unfair": Expertin sorgt sich um Prinzessin Ingrid
Prinzessin Ingrid Alexandra (22) steckt in einer außergewöhnlichen Lage – und das macht einer dänischen Medienexpertin zunehmend Sorgen. Fie West Madsen, Unterhaltungsredakteurin bei der dänischen Zeitung B.T., schreibt in einem Kommentar, die Situation der Norwegerin sei "fast unfair". Denn anders als ihre Altersgenossen in europäischen Königshäusern könne Ingrid Alexandra nicht einfach im Hintergrund bleiben, sich in Ruhe ausbilden und abwarten. Der Druck auf sie wachse von mehreren Seiten gleichzeitig.
Fie verweist auf eine Reihe von Faktoren, die das norwegische Königshaus derzeit belasten: die kürzliche Lungentransplantation von Kronprinzessin Mette-Marit (52), das hohe Alter des Königspaares sowie belastende öffentliche Angelegenheiten rund um Marius Borg Høiby (29). Hinzu kommt: Das norwegische Parlament hat Ingrid Alexandra jüngst offiziell die Möglichkeit eingeräumt, als Regentin einzuspringen, wenn sowohl König Harald als auch ihr Vater, Kronprinz Haakon (52), gleichzeitig verhindert sind – dafür wurde sogar die Verfassung geändert. Die dänische Königshausexpertin Emma Paaske betont gegenüber B.T., dass die Prinzessin dabei wohl auf die Unterstützung ihres jüngeren Bruders, Prinz Sverre Magnus (20), zählen kann.
Emma Paaske warnt allerdings auch: Wenn Ingrid Alexandra nicht genug Raum für ihre Ausbildung und ihre Jugend bekomme, könnte das langfristig Folgen haben. "Sie muss den Druck etwas reduzieren können, aber es kann auch schädlich sein, wenn sie ihre Ausbildung und ihre Jugend nicht in Ruhe genießen kann", sagt die Expertin gegenüber B.T. Die jungen Royals in anderen europäischen Ländern profitierten davon, dass ihnen eine gewisse Freiheit gewährt werde – das gebe ihnen Selbstvertrauen und bereite sie besser auf ihre künftigen Aufgaben vor. Ingrid Alexandras Weg zur Thronfolgerin begann mit einer Verfassungsreform, die ihr gleichzeitig erheblich mehr Verantwortung aufbürdet als anderen gleichaltrigen Royals.









