Simon Messner sprach kurz vor ihrem Tod mit Laura Dahlmeier
Kurz vor ihrem tragischen Tod am 28. Juli 2025 hatte Laura Dahlmeier (†31) noch telefonischen Kontakt zu Bergsteiger Simon Messner aufgenommen. Die deutsche Biathletin und zweifache Olympiasiegerin war beim Bergsteigen im pakistanischen Karakorum-Gebirge tödlich verunglückt, als sie am Laila Peak von einem Steinschlag auf rund 5.700 Meter Höhe erfasst wurde. Wie Simon nun in der BR-Dokumentation "Simon Messner: Aus dem Schatten" erstmals offen berichtete, hatte die 31-Jährige ihn zuvor mehrfach angerufen, um sich über den Aufstieg zum Laila Peak zu informieren. "Ich habe mit ihr vorher auch mehrmals telefoniert, weil sie einen Berg versuchen wollte, den ich vor zwei Jahren erst bestiegen habe", erklärte der 36-Jährige sichtlich bewegt.
Der Alpinist zeigte sich tief erschüttert vom Tod seiner Freundin. "Momentan ist es einfach nur überwältigend, das Gefühl, zuerst nichts zu wissen, und es ist halt wieder jemand, den man kennt", sagte Simon in der Dokumentation. Gleichzeitig verwies er auf das Risiko, das jeden Bergsteiger begleitet: "Bergsteigen ist wahnsinnig egoistisch. Es kann sein, dass man nicht mehr zurückkommt. Mit Familie ist es ein Gedanke, der herzzerreißend ist." Laura hatte für genau diesen Fall bereits Vorsorge getroffen. Ihr Management betonte nach ihrem Tod, dass es ihr ausdrücklicher und niedergeschriebener Wille gewesen sei, dass niemand sein Leben riskieren dürfe, um sie zu bergen.
Simon ist der Sohn von Bergsteigerlegende Reinhold Messner (81) und selbst ein erfahrener Alpinist, der den Laila Peak bereits vor zwei Jahren bestiegen hatte. Laura ihrerseits war nach ihrem Rücktritt vom Biathlon-Profisport im Jahr 2019 zunehmend dem Bergsteigen nachgegangen. Ihr Management teilte kurz nach ihrem Tod mit: "Ihr Wunsch war es, ihren Leichnam in diesem Fall am Berg zurückzulassen. Dies ist auch im Sinne der Angehörigen, die außerdem ausdrücklich darum bitten, Lauras letzten Wunsch zu respektieren."








