

Darum scheiterte Tom Selleck als der erste Indiana Jones
Fast wäre einer der bekanntesten Filmhelden der Kinogeschichte von einem völlig anderen Schauspieler verkörpert worden: Steven Spielberg (79) hat jetzt in einem Podcast verraten, dass er ursprünglich Tom Selleck (81) für die Rolle des Indiana Jones vorgesehen hatte. In einer Folge des Podcasts "IMO with Michelle Obama and Craig Robinson" erinnerte sich der Regisseur daran, wie er gemeinsam mit George Lucas (82) den Schauspieler als Hauptdarsteller für "Jäger des verlorenen Schatzes" auserkoren hatte. "Er kam herein und las für die Rolle. Er war gut. Sein Probedreh war gut. Ich liebte ihn", sagte Steven gegenüber Michelle Obama und Craig Robinson. Tom bekam die Rolle sogar offiziell angeboten – doch dann kam alles anders.
Dem Schauspieler stand ein laufender Vertrag mit dem Sender CBS im Weg: "Wir wollten Tom. Wir gaben Tom die Rolle, und dann stellte sich heraus – was wir nicht wussten –, dass er einen laufenden Vertrag mit CBS hatte, um 'Magnum P.I.' zu drehen", erklärte Steven im Podcast. Als der Sender von den Plänen erfuhr, wurde die Produktion der Serie sofort gestartet, was Tom unmöglich machte, Indiana Jones zu spielen. Noch dazu hätte der Schauspieler für die Rolle auf ein ganz besonderes Markenzeichen verzichten müssen: seinen Schnurrbart. "Ich hätte ihm den Schnurrbart nicht gelassen", sagte Steven und fügte lachend hinzu: "Vielleicht hätte er ihn behalten dürfen, wenn die Filme so erfolgreich gewesen wären." Die Rolle ging letztendlich an Harrison Ford (83). Spielberg hatte ihn nach einer Vorführung von "The Empire Strikes Back" bei George Lucas ins Gespräch gebracht und dafür plädiert, dass Ford trotz seiner Rolle als Han Solo auch andere Charaktere spielen könne.
Tom selbst blickte in seinem 2024 erschienenen Memoir "You Never Know" auf das Vorsprechen zurück. Er schrieb darin, dass er sich damals nicht besonders nervös gefühlt hatte, obwohl er direkt vor Spielberg und Lucas stand. "Als ich das Zimmer für das Vorsprechen betrat, waren da nur diese zwei Kerle: Steven Spielberg und George Lucas", so Tom. Auf der Heimfahrt habe er gedacht: "Das war ziemlich cool, kein Druck, und ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht mit zwei Menschen, deren Arbeit ich liebe." Das Vorsprechen beschrieb er als willkommene Ablenkung von seiner Sorge um den Ausgang seines "Magnum"-Piloten. In einem früheren Interview mit dem Magazin People hatte der Schauspieler generell über seinen langen Karriereweg gesprochen: "Es geht dabei sehr viel um Scheitern, endlose Misserfolge. Wer ins Schauspielgeschäft einsteigen will, sollte sich besser daran gewöhnen."










