MS: Darum war James Gandolfini für Jamie-Lynn wie ein Vater
Jamie-Lynn Sigler (45) hat rührende Erinnerungen an ihren verstorbenen "Sopranos"-Kollegen James Gandolfini (†51) geteilt. Die Schauspielerin, die in der Kultshow seine Serientochter spielte, sprach jetzt in einer Folge des Podcasts "Question Everything" über die besondere Fürsorge, die Gandolfini ihr gegenüber zeigte – vor allem, nachdem sie im Jahr 2001, während der dritten Staffel der Show, die Diagnose Multiple Sklerose erhielt. Für Jamie-Lynn war der Schauspieler weit mehr als nur ein Kollege: Er wurde für sie zu einer echten Vaterfigur, die sie in einer der schwierigsten Phasen ihres Lebens begleitete.
Bereits von Beginn der gemeinsamen Arbeit an der Serie habe Gandolfini ein wachsames Auge auf sie gehabt, erinnert sich Jamie-Lynn. Sie war damals erst 17 Jahre alt, als die Dreharbeiten begannen. "Es gab kleine Momente während der Serie, in denen er einfach fragte: 'Alles gut, Kid? Alles gut, Kid?'", schilderte die Schauspielerin im Podcast. Als er merkte, dass etwas nicht stimmte, zog er sie beiseite: "Und dann habe ich ihm einfach alles erzählt, und ich erinnere mich, dass seine erste Reaktion war: 'Du bist doch noch ein Kind.'" Er habe versucht, sie zu beruhigen und ihr immer wieder gesagt: "Du musst nicht alles wissen. Du musst nicht alles im Griff haben. Du bist so jung, und das ist so groß." Lange Zeit war James der einzige unter den Kollegen am Set, der von ihrer Erkrankung wusste. Die Verbindung zu James war für Jamie-Lynn so bedeutsam, dass sie sich manchmal gewünscht hätte, er wäre ihr echter Vater: "Ich wollte, dass es real ist. Ich wollte diese Momente. Und sie fühlten sich sehr real an."
In ihren Memoiren "And So It Is...A Memoir of Acceptance and Hope" blickte Jamie-Lynn auch auf den schweren Abschied von ihrem Mentor zurück. Sie schilderte, wie sie sich im Juni 2013 in der Cathedral of Saint John the Divine in New York City von James verabschieden musste. HBO habe dafür sogar ein Privatflugzeug von Los Angeles nach New York organisiert, damit die Kollegen dabei sein konnten. "HBO hatte alles organisiert, und niemand kümmert sich besser um seine Leute als sie", schrieb Jamie-Lynn. Noch vor Beginn der Trauerfeier habe sie einen Moment allein mit James gehabt. Sie kniete demnach neben dem geschlossenen Sarg, legte ihre Hände darauf und sagte leise: "Danke. Danke, dass du mich geliebt hast, danke, dass du mich gesehen, für mich gesorgt und mir das Gefühl gegeben hast, sicher zu sein."








