WM-Frust in Argentinien: Messi fehlt beim großen Empfang

WM-Frust in Argentinien: Messi fehlt beim großen Empfang

- Sandra Wickert
Lesezeit: 3 min
Promiflash.de bei Google bevorzugen

In Buenos Aires hatten sich Tausende Fans in den Straßen versammelt, sie harrten im strömenden Regen aus und wollten ihre Nationalmannschaft trotz der bitteren 0:1-Finalpleite bei der Weltmeisterschaft gegen Spanien feiern – doch ausgerechnet Kapitän Lionel Messi (39) fehlte beim großen Empfang. Wie argentinische Medien wie Clarín berichten, war der Superstar gar nicht an Bord der Maschine, die das Team nach der Rückkehr nach Argentinien zum Flughafen brachte. Statt mit seinen Mitspielern in Ezeiza zu landen, soll der dreifache Familienvater nach dem Endspiel in New Jersey zunächst nach Miami geflogen sein. Von dort aus plane Messi, weiter in seine Heimatstadt Rosario zu reisen und dort einige freie Tage zu verbringen. Unter den wartenden Fans machte sich nach Stunden im Regen spürbare Enttäuschung breit, viele hatten fest mit einem Auftritt ihres Idols gerechnet.

Trotz des prominenten Fehlens wurde die Mannschaft von Trainer Lionel Scaloni am Flughafen groß empfangen. Ein roter Teppich war ausgerollt, eine Regimentskapelle spielte die Fan-Hymne "Muchachos, Ahora Nos Volvimos a Ilusionar", die schon 2022 beim WM-Triumph in Katar zur inoffiziellen Stadion-Hymne geworden war. Entlang der Strecke bis zum Trainingszentrum des argentinischen Fußballverbands in Ezeiza standen unzählige Anhänger in Nationaltrikots, viele schwenkten Fahnen oder stimmten Gesänge an. Die Politik hielt sich hingegen bedeckt: Präsident Javier Milei blieb dem Empfang fern und hatte im Vorfeld betont, das Fußballfest solle nicht politisch vereinnahmt werden. Auch die zwischenzeitlich diskutierte Ausrufung eines Feiertags wurde nicht umgesetzt. Neben Messi fehlten zudem weitere Leistungsträger wie Enzo Fernández, Lautaro Martínez, Julián Álvarez (25) und Rodrigo De Paul, die direkt nach dem Finale zu ihren Vereinen oder in den Urlaub gereist sein sollen.

Messi gilt in Argentinien seit Jahren als nationaler Held, spätestens seit dem WM-Triumph 2022, als er den lange ersehnten Titel mit der Albiceleste holte. Der Offensivstar, der inzwischen in den USA bei Inter Miami spielt, pflegt ein enges Verhältnis zu seiner Heimatstadt Rosario, wo er gemeinsam mit Ehefrau Antonela (38), die er vor vielen Jahren dort kennengelernt hat, und den drei Söhnen regelmäßig Zeit abseits des Rampenlichts verbringt. In Interviews betonte der Fußballer immer wieder, wie wichtig ihm Familie und Normalität sind. Auch viele seiner Teamkollegen legen nach großen Turnieren Wert darauf, schnell bei ihren Liebsten zu sein und die emotionalen Wochen zu verarbeiten. Dass nun nach der knapp verpassten Weltmeisterschaft, wegen deren Ausgang der Fußballer Tränen vergoss, eher stille Tage mit den engsten Vertrauten als große Party anstanden, zeigt, wie sehr sportliche Höhen und Tiefen auch für Weltstars ein Balanceakt zwischen Pflichtgefühl gegenüber den Fans und dem eigenen Privatleben sind.

Lionel Messi bei der Siegerehrung nach dem WM-Finale 2026 gegen Spanien in East Rutherford
Getty Images
Lionel Messi bei der Siegerehrung nach dem WM-Finale 2026 gegen Spanien in East Rutherford
Rodri im Duell mit Lionel Messi im WM-Finale Spanien gegen Argentinien in East Rutherford
Imago
Rodri im Duell mit Lionel Messi im WM-Finale Spanien gegen Argentinien in East Rutherford
Lionel Messi, Fußballer
Getty Images
Lionel Messi, Fußballer
Empfang ohne Messi: Auf wessen Seite seid ihr?