

Morgan Freeman rechnet mit eigenem Film ab
Morgan Freeman (89) zählt seit Jahrzehnten zu den gefragtesten Charakterdarstellern Hollywoods. Mit über 120 Filmen in seiner Karriere – darunter Klassiker wie "Die Verurteilten", "Sieben" und "Million Dollar Baby", für den er 2004 den Oscar gewann – hat der Schauspieler ein beeindruckendes Werk hinterlassen. Doch nicht jeder Film aus dieser langen Laufbahn blieb in guter Erinnerung. Gegenüber dem Portal IGN sprach Morgan jetzt offen über einen Film, der ihn bis heute enttäuscht: das Südafrika-Drama "Im Glanz der Sonne" aus dem Jahr 1992.
"Ich setzte große Hoffnungen in den Film, doch letztendlich blieb er hinter seinen eigenen Möglichkeiten zurück", erklärte er. Dabei lobte er ausdrücklich das Drehbuch: "Ich kann nicht genau sagen, woran es lag, aber er hat mich nicht so sehr berührt wie das Lesen des Drehbuchs. Es las sich hervorragend und eigentlich sah alles wunderbar aus." Tatsächlich klang die Besetzung vielversprechend: Neben Morgan spielten Stephen Dorff (53) und ein junger Daniel Craig (58) mit – für den späteren James-Bond-Darsteller sogar seine erste Kinorolle. Hinter der Kamera stand Regisseur John G. Avildsen, der für "Rocky" den Oscar gewonnen hatte. Beim Publikum und den Kritikern kam der Film dennoch nicht an. Bei Rotten Tomatoes hält er bis heute nur 35 Prozent, und an den Kinokassen spielte er weniger als 2,6 Millionen Euro ein.
Das Drama erzählt die Geschichte des jungen P.K., der im Südafrika der 1930er-Jahre nach einer harten Internatszeit in ein Internierungslager kommt. Dort wird er vom Exildeutschen Doc unterrichtet und lernt vom schwarzen Häftling Geel Piet – gespielt von Morgan – das Boxen. Nach seiner Freilassung kämpft P.K. gegen die grassierende Rassentrennung. Abseits seiner Filmkarriere ist Morgan nicht nur als Schauspieler aktiv: Er engagiert sich auch für den Umweltschutz und verwandelte seine 50 Hektar große Ranch in ein Naturschutzgebiet für bedrohte Tierarten.








