Brad Pitt dachte mal "für einen kleinen Zeitraum" an Suizid
Brad Pitt (62) gewährt einen ungewohnt tiefen Einblick in eine dunkle Phase seines Lebens. In einem Interview mit dem Magazin Esquire, das am Montag erschien, erzählt der Schauspieler, dass er eine Zeit lang keinen Ausweg mehr aus einem enormen seelischen Schmerz sah. Grundsätzlich sei so ein Denken aber nicht seine Art. "Ich war nie in irgendeiner Weise suizidal. Das war einfach nicht meine Art. Tatsächlich bin ich, wenn ich irgendeine Schwäche habe, wahrscheinlich ein angeborener Optimist", stellt Brad, der seit 2022 mit Ines de Ramon liiert ist, klar. Vorgehabt, sich tatsächlich etwas anzutun, habe er nie. Was genau ihn damals in diese Lage gebracht hat, lässt der Hollywood-Star weitgehend offen. Auf die Frage, ob es dabei um seine Kinder gegangen sei, antwortet er nur knapp: "Familiensachen." Weitere Details nennt er dazu nicht.
Die damalige Ausnahmesituation schildert Brad im Gespräch mit dem Magazin sehr eindringlich. "Jedenfalls war ich nie suizidal, außer für einen kleinen Zeitraum. Und in diesem einen kleinen Zeitraum dachte ich einfach – ich konnte einfach nicht – sah einfach keinen Ausweg", erinnert sich der "Troja"-Star. Und weiter: "Der Schmerz war so erdrückend, dass – ich hätte nichts damit unternommen, aber ich konnte es spüren – ich konnte den kalten Stahl der Kugel in meinem Kopf spüren, und es fühlte sich wie Erleichterung an." Durch dieses Erlebnis habe er verstanden, dass hinter Suizid oft die Suche nach einer Erlösung von großen Schmerzen stecke. Gleichzeitig hätten bei ihm sofort die Überlebensinstinkte eingesetzt. Dass es ihm im Leben an vielem nicht mangelt, ist dem Schauspieler dabei bewusst: "Dieser Mist ist nicht leicht. Und Sie sprechen mit einem Typen, der im Lotto gewonnen hat."
Hinter Brad liegen turbulente Jahre. Mit seiner Ex-Frau Angelina Jolie (51) lieferte er sich einen langwierigen und konfliktreichen Scheidungsprozess. Die Schauspielerin hatte ihrem Ex-Mann körperliche Gewalt vorgeworfen. Zusätzlich belastete ihn laut Esquire das schwierige Verhältnis zu den gemeinsamen Kindern – mehrere der sechs Sprösslinge legten den Nachnamen "Pitt" ab. Im Interview verknüpft der Filmstar diese familiären Hintergründe allerdings nicht ausdrücklich mit der beschriebenen Krise. Ein weiteres Thema in dem Gespräch ist sein Umgang mit Alkohol. 2019 hatte Brad öffentlich gemacht, keinen Alkohol mehr zu trinken und Treffen der Anonymen Alkoholiker zu besuchen. Nach sieben Jahren Abstinenz gönnt er sich inzwischen wieder gelegentlich ein Glas Wein. "Ja. Also ... ich kann ein paar trinken. Aber ich kann nicht viel trinken. Ich muss professionell damit umgehen", resümiert er.
Bist du selbst depressiv oder hast du Suizid-Gedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.









