Nach 44 Verhandlungstagen, die sich über gut neun Monate erstreckten, steht das Urteil im Prozess um Jörg Kachelmann (52) endlich fest. Er wurde von den Anklagepunkten freigesprochen und verlässt somit den Gerichtssaal als freier Mann. Doch was hat zu diesem Urteil geführt?

Kachelmann wurde von einer langjährigen Geliebten beschuldigt, sie mit einem Messer bedroht und sie vergewaltigt zu haben. Der einstige Wettermoderator bestritt dies jedoch und somit stand Aussage gegen Aussage. Während des Prozesses hatte der Angeklagte allerdings nie ausgesagt, lediglich in der Öffentlichkeit und vor dem Haftrichter beteuerte er seine Unschuld. Die Staatsanwaltschaft hielt die Vorwürfe jedoch trotzdem für glaubhaft und forderte vier Jahre und drei Monate Haft für den 52-Jährigen.

Die Aussage der Nebenklägerin wurde von Kachelmanns Verteidigern allerdings angezweifelt und in einigen Punkten als widersprüchlich dargestellt wurde, da einige Angaben, die sie zuvor machte, später noch einmal von ihr korrigiert wurden. Auch die rechtsmedizinischen Gutachten konnten nicht eindeutig beweisen, dass die Verletzungen der Frau von jemand anderen als ihr selbst zugefügt wurden und somit wurde der Moderator wegen Mangels an Beweisen freigesprochen. Schließlich heißt es, im Zweifel für den Angeklagten. Nun besteht für die Staatsanwaltschaft noch die Möglichkeit Revision einzulegen. Ob dies geschieht, wird sich in der nahen Zukunft zeigen.

Jörg Kachelmann im Mai 2017 in München
Getty Images
Jörg Kachelmann im Mai 2017 in München
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Jörg Kachelmann im Mai 2017 in München
Jörg Kachelmann, Moderator
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Jörg Kachelmann, Moderator


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