Wenn man über 90 Minuten lang auf dem Platz alles gibt und dann in einem Elfmeterschießen so knapp verliert, dann ärgert man sich - das versteht wohl jeder. Doch bei den Mannschaften von Brasilien und Chile gingen die Emotionen schon während der regulären Spielzeit etwas zu weit. Was man als Zuschauer vor den TV-Bildschirmen nicht gesehen hat: In der Halbzeit des gestrigen Spiels, bei dem es um den Einzug in das Viertelfinale ging, kam es zu einer Schlägerei.

Bereits auf dem Platz gab es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen den Spielern. Doch nicht nur die Fußballer selbst hatten ein angespanntes Verhältnis zueinander, selbst der Sprecher des brasilianischen Teams, Rodrigo Paiva, soll sich eingemischt haben. In der Halbzeit auf dem Weg zur Kabine kam es dabei offenbar sogar zu Handgreiflichkeiten. Paiva soll in einem Gerangel in der Meute Chiles Stürmer Mauricio Pinilla (30) geschlagen haben. Gegenüber der Nachrichtenagentur AP rechtfertigt sich der Pressesprecher für die Vorkommnisse und erklärt, er habe sich nur verteidigt, da Pinilla ihm zu nahe gekommen sei: "Ich habe reagiert, indem ich ihn geschubst habe." Schläge habe er aber nicht ausgeteilt. Der Pressesprecher der chilenischen Mannschaft jedoch behauptet, es gebe von dem Angriff sogar ein Video, mit dem die Schuld des Brasilianers eindeutig nachgewiesen werden kann.

So wurde offenbar abseits des Platzes das ausgetragen, was sich auf dem Spielfeld immer stärker andeutete. Der Brasilien-Trainer Luiz Felipe Scolari ärgerte sich auf einer Pressekonferenz nach dem Spiel über das Verhalten der Chilenen, die sich des Öfteren bei dem vierten Schiedsrichter beschwert hatten, und rechtfertigte sich: "Ich bin gut erzogen, aber wenn ich mich dauernd angegriffen fühle, dann werde ich meinen Stil ändern."

Besonders sportlich ist so ein Verhalten jedenfalls von beiden Teams nicht. Bleibt nur zu hoffen, dass die Brasilianer ihr Temperament nach dem nächsten Spiel gegen Kolumbien besser im Griff haben.

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Facebook / Mauricio Pinilla
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