Quoten-Schock für The Voice of Germany! Nach den miesesten Zuschauerzahlen der Format-Geschichte steht die einst so beliebte Show am Scheideweg. Doch die jüngste Promiflash-Umfrage macht Hoffnung: Über 75 Prozent der Leser sehen den Fehler nicht in der Show, sondern im konkreten Konzept. Promiflash nennt die fünf Schwachstellen von "The Voice" - und an wem es nicht liegt.

Ausblick
Die zuletzt erschreckend schwachen Quoten zeigen: "The Voice" steht vor dem Umbruch. Die Kritik der Zuschauer dürfte für die Produzenten ein hilfreicher Warnschuss sein. Es ist noch nicht zu spät. Das beweist das Votum der Leser. 75 Prozent sagen: Wir wollen eine neue Staffel "The Voice". Genauso klar sind aber auch die Forderungen nach Veränderungen! Ein strafferer Modus, charismatischere Talente und etwas mehr Action auf der Bühne dürften Wunder wirken.

1. Langeweile nach den Blind Auditions!
Sie waren die Sensation der Casting-Welt. Die "Blind Auditions" waren schon in der ersten TVOG-Staffel DIE Konzept-Entdeckung. Nachdem Konkurrenz-Formate wie DSDS sich zunehmend auf Storys und Körper der Teilnehmer konzentrierten, wählte "The Voice" einen anderen Weg: Juroren entscheiden sich für einen Kandidaten, BEVOR sie ihn gesehen haben. Das kommt an - bis heute, wie die Quoten zeigen! Das Problem ist die Zeit nach den Auditions. Nach den beliebten "Battle Rounds" verliert das Konzept an Fahrt. Die Knockout-Phase überzeugt nicht. Auch Promiflash-Leserin Lola könnte auf die Zwischenrunden bis zu den Liveshows verzichten: "Finde die einzelnen Auftritte der Kandidaten vor den Clashes überflüssig." Leserin Mia bemängelt, dass die Favoriten der jeweiligen Gruppen schon nach dem ersten Song feststünden - Abschalt-Alarm!

5. Keine Action auf der Bühne!
Verbal-Angriffe auf die Jury, (zu?) bunte Bühnenshows, peinliche Texthänger: Ereignisse, die bei DSDS bisweilen belächelt werden, fehlen bei TVOG gänzlich. Die Bühnenshows sind recht eindimensional und dezent gehalten, die Coaching-Ausflüge der Talente nach London, Helsinki oder Dresden erreichen den Zuschauer nicht wie erhofft (Miri: "Was sollen die in Helsinki oder sonst wo? Unnötig!"). Wenn bei DSDS die Stimmen fehlten, gab es Liebes- oder Skandalgeschichten. Fehlt TVOG in dieser Staffel beides?

4. Der Zuschauer entscheidet kaum mit!
Früher war es eine Stärke von TVOG, jetzt stören sich zahlreiche Zuschauer daran, dass sie selbst erst sehr spät - mit Beginn der Liveshows - aktiv in die Talente-Wahl eingreifen können. Leser But findet, ab den Battles sollten auch die Zuschauer mitentscheiden können - und nennt auch einen Grund: "Die Entscheidungen der Jury sind oft nicht nachvollziehbar. War zu 70 Prozent mit dem Ergebnis nicht zufrieden." So schaffen die Juroren vermeintliche Publikumslieblinge ab - und der Zuschauer verliert die Lust, ihm gleichgültige Kandidaten zu verfolgen. Problematisch: Selbst in den Liveshows redet die Jury ein großes Wörtchen bei der Entscheidung mit - ein umstrittener Modus.

2. Zu lange Shows mit zu viel Werbung!
Eine Folge von TVOG dauert in der Regel drei Stunden. Bis zu den Liveshows zeigten Sat.1 und ProSieben donnerstags und freitags also sechs Stunden Castingshow. Ist das zu viel? Zahlreiche Leser monieren - JA! Vor allem deshalb, weil die Show selbst sich "wie Kaugummi zieht". So kommentiert PF-Leserin Carla: "Es wird mittlerweile so in die Länge gezogen, dass ich da jetzt gar keine Lust mehr drauf habe. Es dauert ewig, bis es zu einer Entscheidung kommt." Für Leser Sunrise sind die ständigen Pausen ein Dorn im Auge: "Das Konzept ist nicht das Problem, sondern diese dauernden überzogenen Werbepausen."

3. Zu wenige Top-Kandidaten!
Alle Kritikpunkte wären wohl zu verschmerzen, wenn sich bei TVOG wieder echte Ausnahmetalente messen würden. Doch genau daran fehlt es dem Format in dieser Staffel. Promiflash-Leser Freckle-Nose ist enttäuscht ("Echte Talente fehlen dieses Jahr eindeutig!") - und auch Tommi meint: "Ich fand die Dichte an Talenten, die mich umgehauen haben, etwas überschaubar. 08/15-Sänger sind nicht so meine." Leserin Mia pflichtet ihm bei: "Muss auch sagen, dass mich die Kandidaten nicht mehr so vom Hocker hauen wie noch bei der ersten oder zweiten Staffel", sagt sie - und liefert ein für TVOG fatales Fazit: "Es ist ziemlich wurscht, wer da am Ende gewinnt."

Das Herz des Formats nämlich wird ausdrücklich aus dem Visier der Kritik genommen - die Blind Auditions und die Jury um Rea Garvey (41), Samu Haber (38), Stefanie Kloß (30) sowie Michi Beck (46) und Smudo (46). Die Meinungen von But ("Die Coaches sind super, aber das alleine reicht am Ende doch nicht") und Freckle-Nose ("Die Jury ist meiner Meinung nach richtig gut. Einzige Kritik: Die Live-Shows sind zu lang.") sind stellvertretend für die große Jury-Fangemeinde: Erst vor wenigen Wochen jubelten 77 Prozent der Leser, dass die neue Jury die Fans zum Einschalten bewegt. Dann waren die Auditions vorbei - und mit ihnen die Zeit der guten Quoten...

ProSieben
Samu HaberProSieben / Sat.1
Samu Haber
Smudo und Michi BeckProSieben
Smudo und Michi Beck


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