Seit Breaking Dawn, dem letzten Film der Twilight-Saga, sind zwei Jahre vergangen und die nutzte Kristen Stewart (24) dazu, sich abseits von Jugendromanadaptionen und kreischenden Teenager-Fans als talentierte Schauspielerin zu beweisen. Mit "Camp X-Ray" ist Kristen das schon einmal gelungen: Für ihre Rolle als Soldatin, die sich in Guantanamo Bay allmählich mit einem Gefangenen anfreundet, wurde sie von Kritikern gelobt. Für sie selbst waren darüber hinaus aber noch zwei andere Filmprojekte sehr eindrucksvoll - in ihnen hatte sie nämlich die Möglichkeit, mit zwei großartigen, erfahrenen Kolleginnen zu arbeiten: Juliette Binoche (50) und Julianne Moore (54).

Kristen Stewart
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Kristen Stewart

Für die 24-Jährige war besonders der Vergleich beider Frauen sehr spannend. Denn Juliette und Julianne haben offenbar unterschiedliche Herangehensweisen an die Schauspielerei. "In der Gegenwart solcher Menschen zu sein, beeinflusst und motiviert dich stark", erklärte KStew in Interview mit Indiewire. In "Sils Maria" an der Seite ihrer französischen Kollegin zu spielen, war für Kristen wunderbar, aber auch nicht einfach, denn sie konnte Juliettes Vorgehen nicht immer ganz nachvollziehen: "Juliette hat mich komplett überwältigt. Sie hat ihre Größe auf Arten und Weisen erreicht, die ich nicht verstehe. Und dafür liebe ich sie. Sie verblüfft mich und das spornt mich an und lässt mich viele Fragen stellen." In "Still Alice" verkörpert Kristen dagegen Julianne Moores Filmtochter und muss damit klar kommen, dass ihre Filmmutter an Alzheimer erkrankt.

Juliette Binoche
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Juliette Binoche

Während Juliette Kristen mit ihrer unerwarteten Arbeitsweise immer wieder wachrüttelte, war die Kollaboration mit Julianne super easy. Denn die Hunger Games-Schauspielerin und der "Twilight"-Star haben anscheinend die gleiche Sicht auf, und Herangehensweise an ihren Job: "Wir denken gleich und gehen gleich vor. Das hat mir so ein gutes Gefühl gegeben, weil ich erreichen will, was sie erreicht hat. Ich habe eine tolle Verbindung und Freundschaft mit ihr gefühlt. Das hat mir Sicherheit gegeben." Kristen Stewart hat sich mit ihrer Arbeit der letzten Jahre ganz klar von ihrer Rolle als Bella distanziert und genießt es, jetzt von den ganz Großen des Showbusiness zu lernen.

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