Ein Job im Königshaus ist für viele sicherlich ein absoluter Traumjob. Den adeligen Oberhäuptern ganz nah sein zu dürfen und ihnen zu dienen, ist doch eigentlich gar nicht so schlecht. Am ehesten machen einem da noch die Attitüden der blaublütigen Herrschaft zu schaffen. Ganz so einfach soll es aber doch nicht sein: Wie nun herauskam, bezahlt Queen Elizabeth II. (88) ihre Untergebenen nicht gerade herrschaftlich und muss sogar mit einer Revolte der Palastangestellten rechnen.

Queen Elizabeth II. und Prinz Philip
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Queen Elizabeth II. und Prinz Philip

Extrem teuer sind die britischen Royals nicht unbedingt, Herzogin Kate (33) wird sogar dafür gefeiert, ihre Garderobe preisgünstig auszuwählen. Doch beim Personal spart man offenbar genauso gerne. So ist es beispielsweise auch die Aufgabe der Wärter, Besucher im Schloss Windsor herumzuführen. Ein Job, der eigentlich nicht in ihr Aufgabenfeld gehört. "Von den Wärtern wird erwartet, dass sie diese zusätzliche Aufgaben unbezahlt übernehmen", heißt es laut dpa von Richard Simcox von der Gewerkschaft PCS. Die Gewerkschaft kümmert sich unter anderem um Angestellte der Regierung und dort sei man sich über die "Missstände" im Palast bewusst. Mit diesen Führungen kommt Extrageld rein, daran wollen die Wärter beteiligt werden.

Queen Elizabeth II.
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Die gewerkschaftlich organisierten Betroffenen - es handelt sich um 45 Wärter - werden sich nun vermutlich gemeinschaftlich dazu entscheiden, ihre Extraaufgabe nicht zu machen, wodurch erstmals, wenn auch nur ein kleiner, Arbeitskampf bevorsteht. Die Abläufe im Palast würde man aber immerhin so sehr stören, dass sich die Queen dadurch zu höheren Zahlungen gedrängt sehen könnte. Auch das öffentliche Aufsehen, dass man nun mit dem Gehaltskampf erreicht, wird für den nötigen Druck sorgen.

Queen Elizabeth II.
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Generell würde es den Angestellten im königlichen Haushalt aber nicht schlecht gehen, mehr als 44.000 Pfund stehen bei vielen am Ende auf der Gehaltsabrechnung. Doch es gibt eben auch immer wieder Ausreißer nach unten, wo etwa Haushaltshilfen oder Chauffeure der Queen für ihren Dienst in sieben Tagen in der Woche deutlich weniger - teilweise nicht einmal die Hälfte - bekommen.