Aktuell kursiert auf Facebook die Nachricht, Stefan Raab (49) sei tot. Eine Falschmeldung - und ein perfider Trick von abgebrühten Betrügern, die damit an die Daten von Internet-Usern herankommen möchten.

Stefan Raab
ADOLPH,CHRISTOPHER / Action Press
Stefan Raab

"Im Alter von 49 Jahren wurde Stefan Raab heute um 23:29 Uhr tot in seinem Garten aufgefunden, bislang hat sich noch kein Familienmitglied offiziell geäußert", lautet die angebliche Mitteilung von ProSieben, die aktuell im sozialen Netzwerk geteilt wird. Dabei ist die Nachricht nicht von anderen Artikeln zu unterscheiden, die Facebook-User nur allzu gerne teilen: Von der Dachzeile, der Überschrift und bis hin zur Einleitung wirkt der Aufbau authentisch.

Stefan Raab bei "Schlag den Raab"
ProSieben/Willi Weber
Stefan Raab bei "Schlag den Raab"

Die Internetseite mimikama.at entlarvte die Falschmeldung allerdings als makaberen Facebook-Trick: Um die komplette Nachricht lesen zu können, muss man auf die Originalquelle klicken. Danach wird man zum Teilen des Beitrags animiert und muss einige persönliche Daten in einem Formular angeben. Klickt der User dann auf den dazugehörigen Link, wird er zu einem Gewinnspiel weitergeleitet.

Stefan Raab
David Hecker / Getty
Stefan Raab

Trickbetrüger versuchen auf diese Weise, an die Daten der Facebook-User zu kommen, die sie dann oftmals an große Firmen verkaufen. Schock-Nachrichten wie der angebliche Tod von Stefan Raab eignen sich perfekt dazu, die Neugierde beim Nutzer zu schüren und große Aufmerksamkeit zu generieren.