Jan Böhmermann (35) lehnt sich mit seinen spitzzüngigen Witzen gerne mal etwas weiter aus dem Fenster, doch mit den Konsequenzen seines Schmähgedichts über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan hat der Satiriker mit Sicherheit nicht gerechnet. Nachdem die Mainzer Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Komiker eingeleitet hat, drohen ihm nun bis zu drei Jahre Haft. Daher sucht Jan Böhmermann jetzt sogar Hilfe bei der deutschen Regierung.

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Jan Böhmermann wird Beleidigung von Organen oder Vertretern ausländischer Staaten vorgeworfen, für die der Komiker sogar bis zu drei Jahre hinter Gittern sitzen könnte. Um diese harte Strafe von sich abzuwenden, kontaktierte der 35-Jährige nun sogar das Bundeskanzleramt. "Ich bitte um Berücksichtigung meines künstlerischen Ansatzes und meiner Position, auch wenn er streitbar ist", bittet Böhmermann laut Spiegel bei Kanzleramtsminister Peter Altmaier (57) um Hilfe. Der reagiert auf die Kontaktaufnahme jedoch nicht, und auch Angela Merkel (61) distanziert sich von dem ZDF-Gesicht. So soll sie in einem Telefonat mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Dayutoglu signalisiert haben, dass auch sie Böhmermanns Verhalten scharf kritisiert.

Angela Merkel
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Auf jeden Fall sorgt das fragwürdige Gedicht für jede Menge Zündstoff zwischen der deutschen und türkischen Regierung. So hat sich auch die türkische Botschaft bereits zu Wort gemeldet und wirft ein besonders kritisches Auge auf die Angelegenheit. So einfach kann sich der Satiriker zumindest nicht aus der Sache winden.

Jan Böhmermann
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