Vor der Kamera wirkt Jan Böhmermann (35) stets souverän und ist um keinen Joke verlegen. Seine schonungslos ehrliche und direkte Art hat ihn berühmt gemacht und genau dafür lieben ihn seine Fans. Als es ihm letztlich aber wegen des Schmähgedichts über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan an den Kragen ging, bekam es aber selbst der sonst so selbstbewusste TV-Moderator mit der Angst zu tun. In seiner neuen Radiosendung mit Olli Schulz (42) sprach er jetzt ganz offen aus, was ihn persönlich am meisten belastet hat.

Jan Böhmermann
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Dass ein offizielles Strafverfahren gegen ihn eingeleitet wurde, war wohl seine geringste Sorge. Schlimmer war, dass er bedroht wurde und er sich in seinem eigenen Zuhause nicht mehr sicher fühlen konnte. In der ersten Folge des neuen Podcasts Fest & Flauschig erklärte Böhmermann, wann bei ihm Schluss mit seiner Coolness war: "Die Luft wird dann doch ein kleines bisschen dünn, wenn abends die Polizei bei dir an der Tür klingelt und dann sagt: 'Wir müssen Sie mal kurz hier rausholen, weil wir um Ihre Sicherheit besorgt sind.'" Insgesamt wirkte er so, als sei er des Themas allmählich überdrüssig, weil er jeden Tag mit "der Blödheit der Leute" zu schaffen hat, obwohl er viel lieber einfach "der kleine Junge auf der Straße" sein möchte, der "die Leute oben" mit Steinen beschmeißt.

Jan Böhmermann und Oliver Schulz
obs/ZDFneo
Jan Böhmermann und Oliver Schulz

Nach der unbequemen TV-Zwangspause schlug seine erste "Neo Magazin Royale"-Sendung ein wie eine Bombe. Die Begeisterung über den #verafake dürfte eine Genugtuung für Böhmi sein.

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