Ryan Lochte (32) und Speedo – das war eine große Erfolgssgeschichte. Das US-Unternehmen war über zehn Jahre Ausrüster des Ausnahmeschwimmers. Doch nach dem Olympia-Skandal von Rio – Lochte hatte sich einen bewaffneten Raubüberfall ausgedacht, um die Zerstörung einer Tankstellentoilette zu vertuschen – beendet das Traditionsunternehmen die Zusammenarbeit.

Ryan Lochte beim 200m Lagen Halbinale der Herren in Rio de Janeiro
Gary Hershorn/SilverHub/ActionPress
Ryan Lochte beim 200m Lagen Halbinale der Herren in Rio de Janeiro

"Ryan war die letzten Jahre ein wichtiges Mitglied unseres Teams, aber wir können kein Verhalten gutheißen, das im Widerspruch zu den Werten der Marke Speedo steht", heißt es in einem offiziellen Statement des Schwimmartikelherstellers bei Twitter. Promiflash wollte von euch wissen, ob das Unternehmen richtig gehandelt hat. Ihr habt abgestimmt und eure Meinung ist eindeutig. 84,2 Prozent der Umfrageteilnehmer (1.425 User) sagen: ""Das ist absolut gerechtfertigt!", während nur 15,8 Prozent (268) der Meinung sind, dass er das nicht verdient hat.

Ryan Lochte, James Feigen, Jack Conger und Gunnar Bentz auf dem Überwachungsvideo in Rio
REX/Shutterstock/ActionPress
Ryan Lochte, James Feigen, Jack Conger und Gunnar Bentz auf dem Überwachungsvideo in Rio

Speedo will außerdem die 50.000 Dollar, die Lochte eigentlich als Gage erhalten hätte, an eine Kinderhilfsorganisation spenden. Dazu ließ Ryan in einer Presseerklärung mitteilen: "Ich respektiere Speedos Entscheidung und ich bin dankbar für die Möglichkeiten, die mir unsere Partnerschaft über die Jahre geboten hat. Ich bin stolz auf die Leistungen, die wir gemeinsam erreicht haben." Speedo ist aber nicht der einzige Sponsor, der Ryan den Rücken gekehrt hat: Modelabel Ralph Lauren wird den Vertrag mit dem Schwimmer nicht verlängern, auch zwei weitere Firmen, Kosmetikhersteller Syneron-Candela und die Matrazenfirma Airweave, wollen mit Lochte nichts mehr zu tun haben und haben die Zusammenarbeit beendet. Die Lügengeschichte kommt dem amerikanischen Schwimmer somit ziemlich teuer zu stehen.

Ryan Lochte in Omaha, Nebraska
Al Bello / Getty Images
Ryan Lochte in Omaha, Nebraska