Vier Top-Sponsoren weg, Fans weg, der gute Ruf erst recht. Könnte besser laufen für US-Schwimmstar Ryan Lochte (32). Der Olympiasieger gab schließlich kürzlich zu, während der Olympischen Spiele in Rio einen Überfall erfunden zu haben, um zu vertuschen, dass er und drei seiner Schwimmkollegen über die Stränge geschlagen hatten. Um seine Karriere zu retten, muss Ryan also die große Charmeoffensive starten, versuchen, sein Image zu retten. Erste Station: Bei Good Morning America gab er nun sein erstes Interview seit Olympia.

Ryan Lochte bei einer Benefizveranstaltung in New York
Getty Images
Ryan Lochte bei einer Benefizveranstaltung in New York

"Es war ein großer Fehler", gab er unumwunden zu, aber er widersprach Berichten, dass er an der Demolierung einer Tankstellen-Toilette beteiligt war. Sein einziges Fehlverhalten wäre das Herunterreißen eines Posters gewesen: "Ich habe die Toilette niemals betreten. Sie war abgesperrt, sodass wir gar nicht eintreten konnten. Das ist also niemals passiert." Zu dem erfundenen Überfall sagte er: "Ich übernehme dafür die volle Verantwortung. Ich bin ein Mensch, ich mache Fehler." Dennoch wurde er in Rio wegen Falschaussage angeklagt. "Es wird niemals wieder passieren", versprach Lochte weiter.

Ryan Lochte bei den USA Swimming Golden Goggle Awards
Joe Scarnici/Getty Images
Ryan Lochte bei den USA Swimming Golden Goggle Awards

Er nutzte seinen Auftritt auch, um seine Teilnahme an der Erfolgs-Show Dancing with the Stars zu bestätigen. Ein weiterer Versuch, sein Image zu retten. Er will wieder nach vorne schauen: "Ich bin niemand, der in der Vergangenheit lebt. Ich möchte einfach den nächsten Schritt machen." Es ist ihm zu wünschen, dass ihn die nächsten Schritte nicht immer auf die Füße seiner Tanzpartnerin führen. Im Video am Ende des Artikels könnt ihr euch den "Fall Ryan Lochte" noch einmal in Erinnerung rufen.

Ryan Lochte beim 200m Lagen Halbinale der Herren in Rio de Janeiro
Gary Hershorn/SilverHub/ActionPress
Ryan Lochte beim 200m Lagen Halbinale der Herren in Rio de Janeiro