Moderatorin Ruth Moschner (40) ist sauer, und zwar auf die deutsche Justiz! Im Vergewaltigungsprozess um Gina-Lisa Lohfink (29) hat sie sich klar auf die Seite des Models gestellt und speziell die Richterin in ihrer Zeitungs-Kolumne scharf attackiert.

Gina-Lisa Lohfink im Amtsgericht Tiergarten
Clemens Bilan / Getty Images
Gina-Lisa Lohfink im Amtsgericht Tiergarten

Im Berliner Kurier schreibt die TV-Frau: "Justitia ist offensichtlich keinesfalls blind, außer, was die Glaubwürdigkeit eines zusammengeschnittenen Videos, fragwürdige Artikel der Boulevardpresse und einen Gutachter, der sich „nicht zu 100 Prozent" sicher ist, angeht." Sie befürchtet, dass das Urteil gegen Gina-Lisa schlimme Folgen für Frauen in ähnlicher Situation haben wird: "Nach dem aktuellen Verfahren werden sich wohl noch weniger Opfer auf eine derartige Tortur einlassen. Die Kraft und Energie steckt man lieber in einen Selbstverteidigungskurs." Moschner schreibt, dass in Deutschland nur jede zwölfte Vergewaltigung zur Anklage gebracht werde. Für ihr Fazit zum Prozessausgang findet sie klare Worte: "Im Zweifel für den Angeklagten – und zu zweifeln gibt es in diesem Fall immer noch zu viel."

Ruth Moschner bei einem "Ewige Helden"-Event 2015 in Berlin
Florian Ebener/Getty Images
Ruth Moschner bei einem "Ewige Helden"-Event 2015 in Berlin

Gina-Lisa reagiert mit Sarkasmus auf das Urteil. Im Performance-Projekt des Künstlers Dries Verhoeven beerdigt die ehemalige GNTM-Kandidatin ihre Privatsphäre. Auf die wird sie im Januar freiwillig verzichten, denn dann nimmt sie als Kandidatin am Dschungelcamp teil. Im folgenden Video äußert sich Sebastian Pinto, dem sie vorgeworfen hatte, sie vergewaltigt zu haben.

Moderatorin Ruth Moschner
Clemens Bilan / Freier Fotograf (Getty)
Moderatorin Ruth Moschner