Es war ein großer Schock, als die Kultband Roxette ihre Tour Anfang April abbrechen musste. Viele Fans vermuteten das Schlimmste: War der Krebs von Frontfrau Marie Fredriksson (58) zurück? Glücklicherweise nicht! Die Sängerin musste sich allerdings eingestehen, dass die Folgen der Strahlentherapie massiver waren als gedacht. Sie konnte einfach nicht mehr genug Kraft für das Tourleben aufbringen. Jetzt spricht die Musikerin in ihrer Autobiografie über ihren Gehirntumor, die heute noch zu spürenden Folgen und die schreckliche Diagnose.

Marie Fredriksson und Per Gessle live in Gothenburg
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Marie Fredriksson und Per Gessle live in Gothenburg

Bereits im Mai gab Fredrikssons Bandkollege Per Gessle (57) Einzelheiten zu ihrer gesundheitlichen Verfassung. Schuld für den Tourabbruch und ihr Bühnenende sei nicht der zurückgekehrte Krebs, sondern ihr Bein – es mache nicht mehr mit. In ihrem neuen Buch erklärt die 58-Jährige nun: "Neun Jahre nach Beginn meiner Krankheit fing der Fuß an, Schwierigkeiten zu machen. Er verkrampft sich so sehr, dass er sich verdreht, weshalb ich immer schlechter das Gleichgewicht halten kann." Die Sängerin habe mittlerweile ständig Angst hinzufallen. Das macht einen Bühnenjob natürlich so gut wie unmöglich. Was genau mit ihrem Bein passiert sei, wisse keiner der Ärzte. Man vermute einen Schaden, der durch die Bestrahlung ihres Gehirns entstanden sei, heißt es im Buch.

Roxette-Sängerin Marie Fredriksson
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Roxette-Sängerin Marie Fredriksson

Über den Tag, der ihr Leben veränderte, schrieb die Schwedin: "Ich hatte einen epileptischen Anfall, zitterte am ganzen Körper und schlug so hart mit dem Kopf auf den Boden, dass ich mir eine Platzwunde zuzog." Im Krankenhaus wurde ihr dann die Diagnose mitgeteilt – ihrem Mann sagte man, dass sie noch ein bis drei Jahre zu Leben habe: "Das war das Tröstlichste, was er sagen konnte. Dass ich im allerbesten Fall noch drei weitere Jahre leben würde."

Roxette während einer Performance in der LG Arena in Birmingham
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Roxette während einer Performance in der LG Arena in Birmingham

Jetzt, 14 Jahre nach der Diagnose, kann die erfolgreiche Sängerin ihr Buch mit einem positiven Statement enden, das Mut macht: "Man darf sich nicht in der Dunkelheit verfangen. Ich werde für jeden einzelnen hellen und schönen Augenblick kämpfen – für den Rest der Tage, die mir noch bleiben."

Wie Serienstar Shannen Doherty (45) anderen Krebspatienten Mut macht, seht ihr im angehängten Clip: