Farid Bang (32) und Kollegah (33) sorgten bei der diesjährigen Echo-Verleihung für Aufsehen. Trotz ihrer antisemitischen Textzeile "Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen" erhielten die Rapper den renommierten Musikpreis – daraufhin wurde dieser Ende April abgeschafft. Und gegen das Duo ermittelte die Polizei wegen Volksverhetzung. Jetzt lud das internationale Auschwitz-Komitee die beiden zu einem Besuch in die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Die Begegnung mit diesem Ort soll bei Kollegah und Farid einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

Wie der Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, gegenüber dpa bestätigte, führte er die zwei Gangster-Rapper durch das einstige Vernichtungslager. Vor der Todeswand gedachten die Musiker der Holocaust-Opfer und legten Blumen nieder. "Es ist gut, dass die Rapper Kollegah und Farid Bang heute die Konfrontation und die Begegnung mit der Geschichte von Auschwitz und mit sich selbst gesucht haben", erklärte Heubner. Durch die direkte Konfrontation hätten die beiden eine neue Sicht auf die Thematik bekommen.

Den Anstoß für die Einladung in die Gedenkstatte hatte Sänger Marius Müller-Westernhagen (69) gegeben. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung hatte er den Rappern einen Besuch des Ortes empfohlen. Marius, selbst mehrfacher Echo-Preisträger, glaubte allerdings nicht, dass eine Besichtigung des Lagers die Einstellung der Rapper grundlegend ändern würde.

Farid Bang und Kollegah beim ECHO 2018Andreas Rentz/Getty Images
Farid Bang und Kollegah beim ECHO 2018
Farid Bang und Kollegah, Gewinner beim ECHO 2018 in BerlinGetty Images / Andreas Rentz
Farid Bang und Kollegah, Gewinner beim ECHO 2018 in Berlin
Marius Müller-Westernhagen, deutsche RockikoneGetty Images
Marius Müller-Westernhagen, deutsche Rockikone
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Ich denke nicht, dass sich ihre Einstellung dadurch jetzt ändern wird.


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