Die nächste Runde ist eingeleitet: Es geht darum, ob der Diplomatenpass von Tennislegende Boris Becker (50) gefälscht ist oder nicht. Diesen hatte der Sportler Ende April von der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) erhalten. Der Ausweis könnte Becker bei seinem laufenden Insolvenzverfahren in Großbritannien behilflich sein, da er so diplomatische Immunität genießen würde – doch das Dokument soll nicht echt sein. Der 50-Jährige ist hingegen weiterhin davon überzeugt, dass der Pass gültig ist. Jetzt wird ermittelt!

Wie Bild berichtet, hat der Außenminister der Zentralafrikanischen Republik Charles Armel Doubane den Staatsanwalt eingeschaltet. Das ist aber noch nicht alles – darüber hinaus verneine der Sprecher des ZAR-Präsidenten Faustin-Archange Toudéra, dass dieser den Wimbledon-Sieger überhaupt zum Diplomaten gemacht habe: "Wir sind keine Hüter der physischen und moralischen Integrität dieses Gentleman", erzählte er im Gespräch mit dem Radiosender Ndeke Luka.

Dazu äußerte sich nun der Anwalt von Boris Becker: "Die Situation ist natürlich aus Sicht meines Mandanten nicht zufriedenstellend. Wie sich jetzt herausstellt, scheinen allerdings nicht in allen Ländern deutsche Standards zu gelten, was solche Abläufe betrifft." Falls Becker hier tatsächlich zum Spielball interner Konflikte Zentralafrikas gemacht werde, werde er selbstverständlich seine diplomatische Tätigkeit einstellen.

Boris Becker bei den "BT Sport Industry"-Awards in LondonAnthony Harvey/Getty Images for BT Sport Industry Awards
Boris Becker bei den "BT Sport Industry"-Awards in London
Boris Becker, Tennis-StarGetty Images / Clive Brunskill
Boris Becker, Tennis-Star
Boris Becker beim Berlin 2018 European Athletics ChampionshipsBoris Streubel/Getty Images For European Athletics
Boris Becker beim Berlin 2018 European Athletics Championships


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