Gemeinsam mit Farid Bang (32) sorgte Kollegah (34) für den größten Skandal der Echo-Geschichte! Die Rapper wurden trotz einer antisemitischen Textzeile und eines Ausschwitz-Vergleiches im Song "0815" mit dem Musikpreis ausgezeichnet und lösten dadurch eine Welle der Empörung bis hin zur Abschaffung des Awards aus. Sechs Monate und ein Besuch der Gedenkstätte später ist Kollegah mehr als reumütig: "Der Holocaust hat im Rap nichts zu suchen!"

Im Stern-Interview verspricht der 34-Jährige, dass solche Themen in Zukunft keinen Platz mehr in seinen Songs haben werden. Vor allem die Zeit im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau hätten ihm die Augen geöffnet: "Wenn Sie auf einem dieser Wachtürme stehen, die Gleise von Birkenau sehen und sich den Rauch vorstellen, der aus den Öfen kam, dann denkt jeder, dass er wenig über das Ausmaß wusste. Diese Vernichtungsfabrik zu sehen und darin herumzulaufen ist etwas völlig anderes, als Bücher darüber zu lesen." Der Besuch sei eine aufwühlende und klärende Erfahrung für ihn gewesen. Die Zeit der Provokation habe ein Ende.

Nach der Echo-Vergabe wurden Kollegah und Farid wegen Volksverhetzung angezeigt. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf prüfte den Fall und stellte allerdings fest, dass die besagte Liedstelle "Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen" unter dem Schutz der Kunstfreiheit stehe und deshalb nicht strafbar sei. Das Verfahren gegen die Musiker wurde daraufhin eingestellt.

Farid Bang und Kollegah, Gewinner beim Echo 2018 in BerlinGetty Images / Andreas Rentz
Farid Bang und Kollegah, Gewinner beim Echo 2018 in Berlin
Kollegah bei der Verleihung der 1LiveKrone in Bochum 2015Eichentopf,Ulrik
Kollegah bei der Verleihung der 1LiveKrone in Bochum 2015
Kollegah und Farid Bang beim ECHOAndreas Rentz / Staff
Kollegah und Farid Bang beim ECHO


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