

Diddys Sexhandelsprozess startet mit Scherzen des Richters
Im New Yorker Daniel Patrick Moynihan Courthouse startete am Montag der mit Spannung erwartete Prozess gegen Sean "Diddy" Combs (55). Der Rapper wurde im vergangenen September wegen zahlreicher mutmaßlicher Sexualstraftaten festgenommen, weshalb er sich nun vor Gericht verantworten muss. Wie TMZ berichtet, sorgte Richter Arun Subramanian zu Beginn des Verfahrens für ein wenig Heiterkeit: Er scherzte, dass ihn die lange Liste der potenziellen Geschworenen an das endlose Epos Herr der Ringe erinnere und zählte außerdem die zahlreichen Künstlernamen des "I'll Be Missing You"-Interpreten auf – darunter Puff Daddy, Diddy und Love.
Die Stimmung im Gerichtssaal wechselte jedoch schnell, als die ernsten Details zur Sprache kamen. Diddy wird unter anderem Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung sowie organisierte Kriminalität vorgeworfen. Da der Fall bereits weltweit mediale Aufmerksamkeit auf sich zog, wird die Auswahl der Jury vermutlich langwierig und schwer – insbesondere für die Verteidigung. Die Geschworenen müssen zunächst bezüglich ihrer Voreingenommenheit geprüft werden: Für einen fairen Prozess ist es wichtig, dass sie den Fall objektiv betrachten. Wie der Richter betonte, plädiert der 55-Jährige auf nicht schuldig, weshalb für ihn die Unschuldsvermutung gilt.
Wie lange der Prozess gehen wird, bleibt abzuwarten – Richter Subramanian erklärte jedoch, dass er davon ausgeht, dass er etwa acht Wochen dauern werde. Währenddessen geht es um mehrere Anklagepunkte: Sexhandel durch Gewalt, Betrug oder Nötigung, Prostitution sowie Verschwörung zur Erpressung. Wie Diddys Anwalt Marc Agnifilo laut Bild betonte, hat sich sein Mandant aber nichts zuschulden kommen lassen – das Verfahren sei lediglich ein gezielter Angriff auf einen "erfolgreichen schwarzen Mann". Daher sei das Thema Rassismus ein zentraler Bestandteil seiner Verteidigungsstrategie.





