50 Cent spendet 500.000 $ von Diddy-Doku an Missbrauchsopfer
50 Cent (50) hat sein Versprechen gehalten: Der Rapper hat einen Teil der Einnahmen, die er mit seiner im Dezember 2025 erschienenen Netflix-Dokumentation "Sean Combs: The Reckoning" erzielte, gespendet. Insgesamt verteilte er 500.000 Dollar an neun verschiedene Organisationen in Louisiana, die sich größtenteils für Opfer häuslicher Gewalt und sexuellen Missbrauchs einsetzen. Ein Löwenanteil ging direkt nach Shreveport, wo Curtis, wie der Rapper mit Vornamen heißt, mittlerweile einer der größten Arbeitgeber ist und auch die Diddy-Doku sowie weitere Film- und Serienprojekte produziert. Bei einer Veranstaltung in der Stadt hatte er die Spende bereits offiziell angekündigt – laut US-Medien wie Complex ließ er den Worten nun auch Taten folgen.
Auch zu den Hintergründen seiner Motivation äußerte sich 50 Cent bei seiner Ansprache. Er kritisierte, dass die Entertainment-Welt lange weggeschaut und viele sich mit den düsteren Machenschaften einzelner arrangiert hätten. "Die Celebrity-Community hat jahrelang über die Sachen geschwiegen, die vor sich gegangen sind. Das alles ist geschehen, weil Leute sich damit abgefunden haben, dass solche Dinge passieren", zitiert ihn KSLA News 12. Die Netflix-Reihe über Diddy hatte bereits im Vorfeld hitzige Diskussionen ausgelöst, nachdem der Rapper aus New York die Produktion als Rufschädigung kritisiert hatte. 50 Cent betonte nun in Shreveport, er wolle sich lieber durch konkretes Engagement für Betroffene einbringen, anstatt sich auf öffentliche Wortgefechte zu konzentrieren.
Die Netflix-Doku "Sean Combs: The Reckoning" zeichnet in vier Teilen den Aufstieg und Fall des Hip-Hop-Moguls P. Diddy nach. Sie beginnt mit seiner Kindheit in Harlem, dem tragischen Tod des Vaters und dem steilen Karriereweg vom Praktikanten bei Uptown Records zum Gründer von Bad Boy Entertainment. Im Zentrum stehen die 90er-Jahre: der Erfolg mit Notorious B.I.G. (†24), die bittere East-Coast-West-Coast-Rivalität mit Death Row Records sowie offene Fragen zu den Morden an Tupac (†25) und Biggie. Die Serie beleuchtet ein Muster aus Machtmissbrauch, Gewalt und sexuellen Übergriffen, gestützt auf Interviews mit ehemaligen Mitarbeitern, Künstlern wie Aubrey O’Day und mutmaßlichen Opfern. Dutzende Vorwürfe, detaillierte Schilderungen von sogenannten "Freak Offs", aber auch Originalvideos zeichnen das Bild eines Mannes, dessen Glanzfassade jahrzehntelang dunkle Abgründe verdeckte. Die Doku endet mit Diddys Verhaftung 2024 und seiner Verurteilung.







