

Fler stichelt gegen Bonez MC: "Hört eigene Musik nicht"
Fler (43) sorgt mal wieder für Gesprächsstoff. In einem auf YouTube veröffentlichten Talk mit Moderator Rooz teilt der Berliner Rapper heftig gegen die Spitze der deutschen Szene aus. Seine zentrale Behauptung: Erfolgreiche Kollegen würden ihre eigene Musik privat gar nicht hören. "Die meisten Leute, die Erfolg haben in Deutschland, hören ihre eigene Musik nicht", sagt er im Gespräch. Namentlich nennt der Unternehmer dabei unter anderem Bonez MC (40) sowie Kontra K (38). Über Bonez, mit dem Fler schon länger im Clinch liegt, erklärt Fler: "Ich sag's dir, Bonez hört seine eigene Musik nicht." Zu Kontra K legt er noch einen drauf und behauptet: "Ich glaube sogar, Kontra K lacht sich tot über seine eigene Musik." Für Fler ist das kein Diss, sondern eine nüchterne Beobachtung des Mainstream-Rap. Entscheidend sei, dass die Musik funktioniere – und zwar dort, wo es zählt.
Flers Diagnose für die Szene fällt deutlich aus: "Zahlen. Nur noch Zahlen." Was gut ist, werde heute in Streams, Plays und Reichweite gemessen, erklärt der Rapper. Früher hätten Gatekeeper und starke Stimmen eingeordnet, heute dominiere das Dashboard. "Woran merkt jetzt nur noch jemand, der sich für Hip-Hop interessiert, woran merkt der jetzt nur noch, dass etwas gut ist oder nicht gut ist? Zahlen", sagt Fler und meint damit eine Entwicklung, die das Gefühl für Haltung und Coolness nach hinten schiebt. Gleichzeitig macht er klar, dass er die Diskussion nicht als Nostalgie versteht, sondern als Handwerksfrage: Hip-Hop brauche wieder Kanten, Kritik und klare Maßstäbe.
Bonez MC, der als Teil der Gruppe 187 Strassenbande große Erfolge feiert, und Kontra K, bekannt für seine motivierenden Lines, haben sich bisher nicht zu Flers Aussagen geäußert. Beide Musiker sind bekannt dafür, mit ihrer Kunst ein breites Publikum zu erreichen und die Charts zu dominieren. Fler, selbst seit Jahrzehnten in der Szene aktiv, betont in Interviews immer wieder, wie wichtig ihm authentischer Hip-Hop ist. Diese Gegenüberstellung von Marktoptimierung und künstlerischer Authentizität sorgt regelmäßig für Debatten und polarisiert Fans und Kollegen gleichermaßen.









