Enthüllungsbuch zeichnet extremes Bild von Ex-Prinz Andrew
Ein neues Enthüllungsbuch sorgt für Wirbel um Andrew Mountbatten Windsor (65): Der Royal-Biograf Andrew Lownie beschreibt in "Entitled: The Rise and Fall of the House of York" den früheren Duke of York als sexfixiert, herrisch und von einem tief verwurzelten Anspruchsdenken geprägt. Die Vorwürfe reichen von demütigendem Verhalten gegenüber Angestellten bis zu angeblich exzessiven Schlafzimmergewohnheiten. Veröffentlicht wurden die Passagen jetzt von OK!, das sich auf Hunderte Interviews und bislang unveröffentlichte Zeugenaussagen beruft. Brisant sind auch Zitate aus dem Umfeld von Jeffrey Epstein (†66), die Andrew zusätzlich belasten und den Druck auf den in Ungnade gefallenen Royal weiter erhöhen. Der Ex-Prinz hat in der Vergangenheit bereits angedeutet, dass er selbst ein Enthüllungsbuch schreiben möchte. Ob das die Anschuldigungen jedoch entkräftet, ist eine andere Frage.
Andrew Lownie zeichnet laut OK! das Bild eines Mannes, der über Jahre vom System geschützt wurde. So soll es bei Auslandsreisen zu außergewöhnlichem Zugang für Frauen gekommen sein: Ein Reporter wird mit der Behauptung zitiert, bei den Jubiläumsfeiern des Königs von Thailand 2006 seien "mehr als 40 Frauen" in Andrews Hotelzimmer in Bangkok geführt worden. Mehrere Frauen schildern Begegnungen, die sie als verstörend empfanden. Eine 20 Jahre alte Modelbekanntschaft berichtet von einem Flug nach Mustique: "Er wollte, dass ich mich auf kinky sexuelle Aktivitäten einlasse. Er hatte keine Grenzen", heißt es in dem Buch. Epstein wird mit drastischen Worten zitiert: "Wir sind beide Serien-Sexsüchtige", wird der verurteilte Sexualstraftäter laut OK! wiedergegeben. Zudem beschreibt Lownie eine Kultur der Einschüchterung im royalen Haushalt: Ein Ex-Bediensteter berichtet von brüllenden Telefonaten im Morgengrauen, andere seien versetzt worden, weil Andrew eine Gesichts-Maische oder eine Krawatte aus Nylon missfallen habe.
Besonders plastisch wirken die Schilderungen früherer Mitarbeiter. Die ehemalige Haushälterin Wendy Berry behauptet, Andrews "Schlafgewohnheiten als Single" hätten Hausangestellte regelmäßig angewidert: "Eine Sammlung zusammengeknüllter, beschmutzter Taschentücher lag morgens um sein Bett, die das Personal einsammeln musste", zitiert OK! aus dem Buch. Colin Burgess, einst Adjutant der Queen Mother, beschreibt Andrew als herablassend: "Er redete mit dem Personal, wie ein Offizier mit Untergebenen. 'Mach das – und zwar sofort!' war sein Spruch", wird er zitiert. Laut Andrew Lownie habe der Palast nach Mobbingvorwürfen gegen Meghan Markle (44) sogar mit historischen Beschwerden über Andrew gerechnet. Der Autor zieht den Faden durch: Weil Andrew nie ernsthaft zur Rechenschaft gezogen worden sei, habe sein Verhalten jahrelang angehalten.








