Rückzug im Prozess: Nick Reiners Ex-Verteidiger schweigt

Rückzug im Prozess: Nick Reiners Ex-Verteidiger schweigt

- Sarah Annowsky
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Neuer Auftritt mit Knalleffekt: Alan Jackson, der frühere Star-Anwalt von Nick Reiner (32), hat sich im Podcast "Hot Mics" von Billy Bush (54) zu Wort gemeldet – und dabei eine klare Botschaft platziert. Der Jurist betonte, Nick sei "nach den Gesetzen des US-Bundesstaates Kalifornien nicht schuldig" und sprach von der Notwendigkeit, "einige falsche Darstellungen richtigzustellen". Warum er am 7. Januar, ausgerechnet zum Zeitpunkt der geplanten Anklageverlesung in Los Angeles, das Mandat niederlegte, ließ Jackson offen. Auf Billys Nachfragen, ob Geld oder ein Retainer eine Rolle gespielt haben könnten, blockte er ab: Darüber spreche er nicht. Nick bleibt derweil in Untersuchungshaft, ein neues Plädoyer steht noch aus, der Termin wurde auf den 23. Februar verlegt.

In einem weiteren Auftritt bei Kelly Ripas (55) Podcast "Let’s Talk Off Camera" legte der 61-Jährige nach – allerdings ohne neue Details zum Ausstieg. Es gebe "bestimmte Dinge", die er "einfach nicht offenlegen" könne, erklärte der Strafverteidiger und versicherte zugleich, sein Team werde "immer an Nicks bestmöglichen Interessen orientiert" bleiben. Grundsätzlicher wurde Alan, als es um Fälle ging, die viele als "unverteidigbar" ansehen: "Es gibt im Recht sehr wenig, das unverteidigbar ist", sagte er und betonte, Anwälte verteidigten nicht nur Personen, sondern Prinzipien – die Verfassung und die Sorgfaltspflichten des Staates. Auch die Rolle psychischer Gesundheit in Strafverfahren sprach er an, verwies dabei aber ausdrücklich darauf, nicht über Nicks konkreten Fall zu reden.

Wie erst wenige Tage zuvor bekannt wurde, ist der Wechsel der Verteidigung ein herber Schlag für den unter Druck stehenden Nick. Kimberly Greene, die das Mandat übernommen hat, fängt in dem komplexen Doppelmordfall praktisch bei null an. Sie muss unzählige Beweise prüfen, psychologische Gutachten neu aufrollen und erst noch ein Vertrauensverhältnis zu ihrem Mandanten aufbauen – das alles zieht das Verfahren gewaltig in die Länge. Matt Murphy, der als Rechtsexperte für Fox News Digital kommentierte, zeigte sich skeptisch: "Dieser Prozess wird sich über Jahre hinziehen. Ich wäre überrascht, wenn dieser Prozess in den nächsten 24 Monaten angesetzt wird." Ein schnelles Urteil ist damit in weite Ferne gerückt.

Rob Reiner mit Michele Singer und Nick Reiner bei Teen Vogue’s Back-to-School Saturday in Los Angeles, August 2013
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Rob Reiner mit Michele Singer und Nick Reiner bei Teen Vogue’s Back-to-School Saturday in Los Angeles, August 2013
Rob und Michele Reiner mit ihren Kindern Jake, Nick und Romy
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Rob und Michele Reiner mit ihren Kindern Jake, Nick und Romy
Michele Reiner und Rob Reiner mit ihren Kindern Jake, Romy und Nick
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Michele Reiner und Rob Reiner mit ihren Kindern Jake, Romy und Nick
Alan Jackson redet in Podcasts über den Fall, verrät aber nicht, warum er ausstieg – wie wirkt das auf euch?