Enthüllt: Nick Reiners Vormundschaft beeinflusst Mordprozess
Neue Wendung im Fall um Nick Reiner (32): Der Sohn von Regisseur Rob Reiner (†78) und Fotografin Michele Singer Reiner (†70) stand 2020 unter einer psychiatrischen Vormundschaft, wie Berichte der New York Times und von Deadline nahelegen. Die einjährige Maßnahme, verwaltet von dem Treuhänder Steven Baer, wurde 2021 beendet. Nick sitzt derzeit in Untersuchungshaft, nachdem er im Dezember in Los Angeles festgenommen wurde. Rob und Michele waren zuvor tot in ihrem Haus aufgefunden worden – offensichtlich ermordet, wie die zahlreichen Stichverletzungen zeigen. Bei der nächsten Anhörung Ende Februar soll Nick, der vor der Tragödie bereits zahlreiche Reha-Einrichtungen besucht haben soll, erneut vor Gericht erscheinen. Vertreten wird er inzwischen von der öffentlichen Verteidigerin Kimberly Greene.
Bei der damaligen Vormundschaft handelte es sich laut Deadline um eine sogenannte L.P.S.-Vormundschaft, die sich auf medizinische Fragen wie Behandlungen und Medikamente konzentriert – anders als konservatorische Regelungen, die primär finanzielle Entscheidungen betreffen. Steven sagte der New York Times: "Psychische Erkrankungen sind eine Epidemie, die weithin missverstanden wird", und nannte den Fall "eine schreckliche Tragödie". Zuvor hatte Nicks früherer Star-Anwalt Alan Jackson das Mandat überraschend niedergelegt. Kimberly sprang ein und erklärte am 7. Januar vor Reporterinnen und Reportern, sie habe Nick kurz gesprochen, aber noch kein ausführliches Gespräch führen können. Die Staatsanwaltschaft rechnet mit einer möglichen Verteidigungsstrategie, die Nicks psychische Gesundheit in den Mittelpunkt stellt. Fest steht: Die Familie, zu der auch die Geschwister Jake und Romy gehören, lehnt laut Staatsanwaltschaft die Todesstrafe ab.
Nick hatte in der Vergangenheit öffentlich über Sucht und psychische Probleme gesprochen, unter anderem in einem Podcast 2015, in dem er von Klinikaufenthalten, seinen Wutausbrüchen und Medikamenten berichtete. In den Monaten vor der Tat soll er wieder Medikamente genommen und zeitweise bei seinen Eltern in Brentwood gelebt haben. In Kreisen rund um den Fall war zuletzt auch von Wahrnehmungen die Rede, die auf eine tiefe Krise schließen lassen. Nicks Geschwister Jake (34) und Romy (28) fanden für ihre Trauer Worte in einem gemeinsamen Statement, in dem sie ihre Eltern als "beste Freunde" bezeichneten und sich für die Anteilnahme bedankten. Rob war zudem der Adoptivvater von Tracy, der Tochter aus der früheren Ehe mit Penny Marshall. Ende Februar soll Nick vor der Richterin Theresa McGonigle erscheinen – ob es dann wirklich zur geplanten Anklageverlesung kommt, bleibt abzuwarten.









