Marius-Høiby-Prozess: Linni Meister bricht ihr Schweigen

Marius-Høiby-Prozess: Linni Meister bricht ihr Schweigen

- Promiflash Redaktion
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Nachdem die Verhandlungen im Strafprozess gegen Marius Borg Høiby (29) am Donnerstag in Oslo nach sieben Wochen zu Ende gegangen sind, hat sich Model Linni Meister auf Snapchat öffentlich zu Wort gemeldet. Die 40-Jährige beschreibt in einer emotionalen Story, wie sehr sie der Prozess, bei dem sie als Zeugin geladen war, psychisch belastet hat. "Ich würde mir fast wünschen, dass ich darüber lügen könnte, denn dann hätte ich mir die psychische Belastung erspart, die das war und ist", schrieb sie am Donnerstagabend. Marius, der wegen mehrerer Vorwürfe darunter Vergewaltigung, schwere Körperverletzung und Misshandlung in engen Beziehungen vor Gericht stand, weist mehrere der Anklagepunkte von sich. Seine Verteidiger forderten Freisprüche unter anderem bei allen Vergewaltigungsvorwürfen und der Misshandlung in engen Beziehungen. Das Urteil wird Anfang Juni erwartet.

Linni hat bereits früher offen über ihre Rolle als Geschädigte in dem Verfahren gesprochen. Sie betonte auf Snapchat, dass sie sich nicht freiwillig an die Polizei gewandt oder Anzeige erstattet habe. "Das hat die Polizei getan, da sie deutlich sehen konnte, dass ich nicht eingewilligt haben konnte, da ich nicht bei Bewusstsein war", erklärte sie. Besonders schwer sei es für sie gewesen, als während der Verhandlung Beweismaterial in Form von Videos vor allen Anwesenden im Gerichtssaal abgespielt wurde. "Im Prozess zu sitzen, war eines der schlimmsten Dinge, die ich gemacht habe", schrieb das Model und beschrieb das Abspielen der Aufnahmen als einen erneuten Übergriff. Während der gesamten Verhandlung habe sie unkontrolliert gezittert.

Linni war eine von insgesamt sechs Frauen, die in dem Verfahren als Geschädigte auftraten. Aufgrund eines Berichterstattungsverbots durften die meisten von ihnen während des Prozesses nicht identifiziert werden. Eine Ausnahme bildete lediglich Influencerin Nora Haukland, die Ex-Partnerin von Marius. Gegenüber dem Sender TV 2 hatte Linni zuvor berichtet, dass sie schockiert gewesen sei, als sie bei einem Polizeiverhör Videos von sich selbst gesehen habe. Die Polizei hatte auf digitalen Geräten von Marius eine große Anzahl an Videos und Bildern sichergestellt, von denen mehrere als Beweismittel im Prozess verwendet wurden. Auf Snapchat erklärte Linni nun, dass sie trotz allem stärker geworden sei und froh sei, dass dieser Teil vorbei ist.

Linni Meister, Influencerin
Instagram / meisterlinni
Linni Meister, Influencerin
Marius Borg Høiby  bei einer Feier in Trondheim, 23. Juni 2016
Imago
Marius Borg Høiby bei einer Feier in Trondheim, 23. Juni 2016
Zeichnung von Marius Borg Hoiby im Prozess im Osloer Bezirksgericht, erstellt von Ane Hem
Imago
Zeichnung von Marius Borg Hoiby im Prozess im Osloer Bezirksgericht, erstellt von Ane Hem
Dass im Gerichtssaal intime Videos gezeigt wurden – wie seht ihr das?