Die Queen glaubte Anschuldigungen gegen Sohn Andrew nicht
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Die Queen glaubte Anschuldigungen gegen Sohn Andrew nicht

- Promiflash Redaktion
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Queen Elizabeth II. (†96) glaubte nicht an die Vorwürfe gegen ihren Sohn Andrew Mountbatten-Windsor (66). Das berichtet der Autor Hugo Vickers in seinem neuen Buch über die verstorbene Monarchin, das nächsten Monat erscheinen wird. Trotz des umstrittenen "Newsnight"-Interviews mit Emily Maitlis, in dem Andrew behauptete, er sei an dem besagten Tag in einem Pizza Express in Woking gewesen, zweifelte seine Mutter nicht an seiner Unschuld. Virginia Giuffre (†41) hatte dem Royal vorgeworfen, sie 2001 sexuell missbraucht zu haben, als sie 17 Jahre alt und ein Opfer des Menschenhandelsrings von Jeffrey Epstein (†66) war. Der Fall wurde letztlich vor Gericht in New York für eine Summe von umgerechnet rund 12 Millionen Pfund verglichen, wobei die Königin einen Teil des Geldes geliehen haben soll.

"Trotz seines katastrophalen Interviews bei Newsnight und anderer scheinbarer Enthüllungen glaubte die Königin nicht, dass er sich unangemessen verhalten hatte. Es ist ein Glück, dass sie die Auflösung nicht mehr erleben musste", schreibt Vickers in seinem Buch "Queen Elizabeth II". Elizabeth verstarb im September 2022, weniger als drei Jahre nach dem Newsnight-Interview und nur sechs Monate nach der gerichtlichen Einigung mit Giuffre. Nach dem Tod der Monarchin sorgten weitere Veröffentlichungen der Epstein-Akten für zusätzliche Aufmerksamkeit rund um Andrew. König Charles (77) erkannte zwar, dass die Krise seiner Mutter "erheblichen Kummer" bereitet hatte, sie jedoch die Anschuldigungen nicht akzeptieren wollte.

Die Probleme ihres Sohnes bereiteten Elizabeth in ihren letzten Lebensjahren große Sorgen, wie Vickers weiter berichtet. Sie habe sich intensiv mit Andrews Zukunft beschäftigt und im letzten Jahr ihres Lebens sogar die Idee einer Stiftung entwickelt, die Andrew verwalten sollte. Doch Charles handelte nach dem Tod seiner Mutter: Der König entzog seinem Bruder im vergangenen Jahr die royalen Titel und Ehren und ließ ihn aus der Royal Lodge in Windsor ausziehen. Dort wurde in den vergangenen Tagen auf Anweisung des Monarchen komplett ausgeräumt, persönliche Habseligkeiten wurden in Container verladen und teilweise sogar vor Ort verbrannt. Andrew, der nun offiziell nur noch Andrew Mountbatten-Windsor heißt, bleibt trotz aller Maßnahmen weiterhin auf Platz acht der Thronfolge.

Queen Elizabeth II und Prinz Andrew beim Royal Ascot 2017 in Ascot
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Queen Elizabeth II und Prinz Andrew nach dem Kirchgang in Hillington, Sandringham, 19. Januar 2020
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Prinz Andrew folgt dem Sarg von Queen Elizabeth II. nach dem Staatsbegräbnis in London
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Prinz Andrew folgt dem Sarg von Queen Elizabeth II. nach dem Staatsbegräbnis in London
Könnt ihr nachvollziehen, dass die Queen Andrew trotz des "Newsnight"-Interviews glaubte?