Fall um Ex-Prinz Andrew: Ermittler planen Reise in die USA
Im Fall um Andrew Mountbatten-Windsor (66) planen britische Ermittler nun eine Reise in die Vereinigten Staaten. Wie The Times berichtete, wollen Detektive der Thames Valley Police in den kommenden Wochen mit Sky Roberts und dessen Frau Amanda zusammentreffen – dem Bruder und der Schwägerin der verstorbenen Virginia Giuffre (†41). Giuffre hatte Andrew schwer belastet: Sie behauptete, von Jeffrey Epstein (†66) dreimal an ihn vermittelt und als 17-Jährige zur Prostitution gezwungen worden zu sein. Andrew hat sämtliche Vorwürfe stets bestritten.
Bei dem geplanten Treffen in den USA handelt es sich laut dem Bericht nicht um ein formelles Verhör. Giuffres Angehörige gelten nicht als direkte Zeugen der Vorwürfe. Die Familie steht jedoch bereits in Kontakt mit den Behörden und bestätigte den Besuch gegenüber The Times. Außerdem sollen Sky und Amanda Roberts planen, bei einem Besuch in Großbritannien selbst das Gespräch mit dem nächsten britischen Premierminister zu suchen. Die Thames Valley Police bestätigte gegenüber dem Magazin People lediglich, dass die Ermittlungen andauern: "Unsere Untersuchung wegen Amtsmissbrauchs läuft noch. Wir können keine Details zur Untersuchung nennen, aber wir verfolgen alle sinnvollen Ermittlungsansätze." König Charles (77) hatte bei Andrews Festnahme vollständige Kooperation zugesichert und erklärt: "Lassen Sie mich klar sagen: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen."
Andrew wurde im Februar dieses Jahres auf dem königlichen Anwesen an seinem 66. Geburtstag festgenommen. Hintergrund ist der Verdacht, er habe in seiner Funktion als britischer Handelsbeauftragter – ein Amt, das er von 2001 bis 2011 bekleidete – vertrauliche Informationen mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geteilt. Im Oktober 2025 hatte er infolge der bevorstehenden Veröffentlichung von Giuffres posthum erschienenen Memoiren auf die Nutzung seiner royalen Titel und Ehrungen verzichtet, woraufhin König Charles ihm diese offiziell entzog. Auch das wohl berühmteste Alibi Andrews steht weiterhin im Raum: Im BBC-Interview von 2019 hatte er behauptet, am fraglichen Abend mit seiner Tochter Beatrice in einem Pizza-Express-Restaurant in Woking gewesen zu sein – und deshalb nicht zur gleichen Zeit an dem Ort, an dem Giuffre schwere Vorwürfe gegen ihn erhob.










