LeBron James' dunkle Jahre: Der Wechsel zu Miami prägte ihn
LeBron James (41) hat im Podcast "Bob Does Sports" über eine schwierige Zeit in seinem Leben gesprochen. Der Basketballstar der Los Angeles Lakers blickte auf das Jahr 2010 zurück, als er seinen Heimatverein Cleveland Cavaliers verließ und zu Miami Heat wechselte. Die Entscheidung des damals 25-Jährigen löste einen Sturm der Entrüstung aus – sowohl bei den Verantwortlichen der Cavaliers als auch bei den Fans. "Ich habe die Rolle des Bösewichts übernommen", erinnerte sich LeBron in dem Gespräch. Er sei jung gewesen und es sei das erste Mal in seinem Leben gewesen, dass er seine Heimatstadt Akron verlassen habe, wo er auch während seiner ersten sieben Jahre bei den Cavaliers gelebt hatte.
Der Wechsel nach Miami sollte für ihn wie eine College-Erfahrung sein, erklärte LeBron weiter. Er habe etwas Neues erleben wollen und gleichzeitig die Gelegenheit nutzen wollen, mit der Aktion Geld für wohltätige Zwecke zu sammeln – etwa 2,5 bis 3 Millionen Dollar (umgerechnet 2.603.036 Euro) für den Boys and Girls Club. Doch der Hass und die Ablehnung, die ihm entgegenschlugen, hätten ihn völlig unerwartet getroffen. "Ich habe es zugelassen, dass die Medien, dass alle mich an einen dunklen Ort gebracht haben", gestand der NBA-Star. Seine Freude am Basketball und am Leben sei damals in eine dunkle Phase geraten, was überhaupt nicht seiner Persönlichkeit entspreche. Seine erste Saison bei Miami Heat endete mit einer Niederlage gegen die Dallas Mavericks im Finale 2011. "Der Grund, warum ich so gespielt habe, wie ich gespielt habe, war, weil ich nicht ich selbst war", erklärte er. Erst als er die Rolle des Bösewichts ablegte und zu sich selbst zurückfand, sei der Erfolg gekommen.
Neben all dem Druck betonte LeBron, der ein Vorbild für die jüngere Generation sein will, im Podcast auch eine private Seite. "Alle, die mich kennen, wissen: Ich bin einfach ein großes Kind. Ich liebe es, Spaß zu haben. Ich liebe es, wenn die Menschen um mich herum Spaß haben", sagte der viermalige Champion. Der Sportler ist in Akron verwurzelt und engagiert sich seit Jahren für Jugendliche und Bildung, unter anderem durch Projekte und Spendenaktionen in seiner Heimat. Als Vater von drei Kindern meidet er abseits des Courts große Gesten und sucht stattdessen Nähe im vertrauten Kreis. Genau diese Mischung aus Familienmensch, Heimatverbundenheit und Profi, der seine Verletzlichkeit zeigt, prägte auch sein jüngstes Gespräch – und erklärt, warum ihn die Zeit in Miami bis heute beschäftigt.








