Diese Rolle hat Russell Crowe "emotional extrem gefordert"
Russell Crowe (62) schlüpft in seinem neuen Film "Nürnberg" in eine der wohl herausforderndsten Rollen seiner Karriere: Der Schauspieler verkörpert den NS-Kriegsverbrecher Hermann Göring. Das Justizdrama dreht sich um einen Gefängnispsychiater, der 1945 auf Göring trifft – und Russell war offenbar von Anfang an für die Rolle des berüchtigten NS-Funktionärs gesetzt. Mit Bunte sprach der Oscarpreisträger jetzt ausführlich darüber, wie intensiv die Vorbereitung auf die Figur gewesen ist und warum ihm der Film so sehr am Herzen liegt. "Diese Rolle hat mich emotional extrem gefordert", erklärt der Filmstar.
Dabei hatte Russell reichlich Zeit zur Vorbereitung: Bereits 2019 wurde er erstmals für das Projekt angefragt, doch durch Finanzierungsprobleme verzögerte sich der Dreh um ganze fünf Jahre. Die Zeit nutzte er intensiv – mit Büchern, Quellen und Originalprotokollen. Ihm war es wichtig, Göring nicht als bloße Karikatur darzustellen. "Ich wollte zeigen, warum Menschen ihm gefolgt sind – ohne seine Taten zu relativieren", sagt der Schauspieler. Besonders anspruchsvoll waren die Gerichtsszenen, bei denen das Team an einem einzigen Tag ganze 17 Seiten Dialog drehte. Auch die sprachliche Vorbereitung nahm Russell ernst: Für einen authentischen Auftritt arbeitete er mit Dialekt-Coachin Nova Meierhenrich (52) zusammen, die ihm zu einer natürlichen, leicht bayerisch gefärbten Aussprache verhalf.
Inhaltlich entführt der Film die Zuschauer in ein zerbombtes Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Zentrum steht das Psychoduell zwischen Hermann Göring und dem US-Militärpsychiater Douglas Kelley, der die Zurechnungsfähigkeit des Nazi-Verbrechers für die Nürnberger Prozesse prüfen soll. Die Geschichte basiert auf dem Buch "Der Nazi und der Psychiater" von Jack El-Hai.








