Sharon Stone über die komplizierte Beziehung zu ihrer Mutter

Sharon Stone über die komplizierte Beziehung zu ihrer Mutter

- Melina Becker
Lesezeit: 2 min

Sharon Stone (68) hat sich offen über ihre schwierige Beziehung zu ihrer verstorbenen Mutter Dorothy geäußert. In einer aktuellen Episode des Podcasts "The Person Who Believed in Me", moderiert vom CBS-Korrespondenten David Begnaud, schilderte die Schauspielerin, wie belastet das Verhältnis zwischen ihr und Dorothy war – und das schon seit ihrer Kindheit. Sie berichtete, dass ihre Mutter ihr gegenüber nie die Worte "Ich liebe dich" ausgesprochen habe. Diese Distanz zog sich durch ihr gesamtes Leben und hinterließ tiefe Spuren, wie die 68-Jährige nun erstmals so offen preisgab.

Besonders eindrücklich beschrieb Sharon die Zeit, als ihre Eltern zu ihr zogen, nachdem ihr Vater Joseph eine unheilbare Krankheit bekommen hatte. Als dieser sie anrief und ihr mitteilte, dass es ihm schlechter gehe, reagierte sie sofort: "Als er mich mit dem 'Ich glaube, es geht dem Ende zu' anrief, kniete ich mich hin – ich habe ein wirklich großes Haus – und reinigte mein gesamtes Haus auf Knien", erzählte sie im Podcast. Anschließend richtete sie das Gästehaus so ein, dass es alle nötigen Hilfsmittel enthielt, diese aber unauffällig eingebettet waren. "Ich ließ das Gästehaus so herrichten, dass alles so aussah, als wäre es schon immer da gewesen, aber es war wie ein Krankenhaus", so Sharon. Doch auch die Fürsorge, die sie ihrer Mutter zuteilwerden ließ, änderte nichts an der angespannten Atmosphäre. "Ich pflegte sie in ihren letzten Tagen in meinem Haus, und ich wollte diese Dinge. Ich wollte das 'Ich liebe dich, ich bin stolz auf dich'", sagte sie. Dorothy, die 2025 im Alter von 91 Jahren starb, habe jedoch sehr zu kämpfen gehabt, wie Sharon erklärte. Sie glaube außerdem, dass ihr Übermaß an Hilfe mitunter das Gegenteil bewirkt habe: "Viele Male in meinem Leben habe ich, mit vielen Familienmitgliedern, zu viel geholfen", räumte sie ein.

Sharon Stone, die vor Kurzem auch ihren älteren Bruder verlor, ist als drittes von vier Kindern in Pennsylvania aufgewachsen und hat sich im Laufe ihrer Karriere auch als Produzentin und Unternehmerin einen Namen gemacht. Privat ist sie Mutter von drei Söhnen, die sie alle adoptiert hat. Ihr nächstes Filmprojekt trägt den Titel "In Memoriam" und feiert am 7. Juni seine Premiere beim Tribeca Film Festival. In dem Film spielt der Komiker Marc Maron einen Schauspieler, der an Krebs erkrankt ist und besessen davon wird, im "In Memoriam"-Segment der Oscarverleihung gewürdigt zu werden.

Sharon Stone bei der LACMA-Eröffnungsgala der David Geffen Galleries in Los Angeles am 16. April 2026
Getty Images
Sharon Stone bei der LACMA-Eröffnungsgala der David Geffen Galleries in Los Angeles am 16. April 2026
Sharon Stone und ihre Mutter, Juli 2025
Instagram / sharonstone
Sharon Stone und ihre Mutter, Juli 2025
Sharon Stone mit Papa Joseph in Hollywood, November 2006
Getty Images
Sharon Stone mit Papa Joseph in Hollywood, November 2006
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