Info-Stopp über Mette-Marit: Experten kritisieren Königshaus

Info-Stopp über Mette-Marit: Experten kritisieren Königshaus

- Promiflash Redaktion
Lesezeit: 2 min
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Das norwegische Königshaus hat angekündigt, bis nach der bevorstehenden Lungentransplantation von Kronprinzessin Mette-Marit (52) keinerlei neue Informationen zu ihrem Gesundheitszustand herauszugeben. Diese Funkstille könnte sich über Wochen, möglicherweise sogar über mehr als ein Jahr erstrecken – und das, obwohl die 52-Jährige eine der bekanntesten Persönlichkeiten des Landes ist und eine wichtige verfassungsmäßige Rolle bekleidet. Norwegische Kommunikationsexperten reagieren nun mit Kritik auf diese Strategie und warnen vor ernsthaften Konsequenzen für das Vertrauen in das Königshaus.

Besonders deutlich äußert sich Peggy Simcic Brønn, Professorin emerita am Institut für Kommunikation und Kultur an der Wirtschaftsuniversität BI, gegenüber Dagbladet. "Meine erste Reaktion war: Warum eine so drastische Lösung?", sagt sie und fügt hinzu: "Es wirkt, als hätten sie die extremste verfügbare Option gewählt." Sie warnt, die Strategie "bitte geradezu um eine Explosion von Gerüchten" und könne zu einer "unvermeidbaren Vertrauenskrise" führen. Als Gegenbeispiel nennt sie König Charles (77), der "überraschend offen" über seine Krebsdiagnose kommuniziert habe, dabei aber die medizinischen Details für sich behalten habe. Palast-Sprecher Guri Varpe hingegen verweist darauf, dass es in Norwegen gesetzlich verboten sei, Informationen zu veröffentlichen, die Rückschlüsse auf Spender und Empfänger von Organen ermöglichen könnten. Dies mache einen kontrollierten Umgang mit Informationen schlicht notwendig. PR-Berater Trond Albert Skjelbred hält die Linie des Palastes denn auch für "notwendig und klug". Ohne diese strikten Regeln würde die Situation schnell zu einer Belastung für alle Beteiligten: "Es wäre eine Live-TV-Show geworden, und das will niemand."

Das norwegische Königshaus hatte bereits Anfang Juni mitgeteilt, dass Mette-Marit an einer lebensbedrohlichen Lungenerkrankung leidet und auf der Warteliste für eine Transplantation steht. Kommunikationsberater Hans-Petter Nygård-Hansen bringt das grundlegende Dilemma auf den Punkt: "Es gibt einen Unterschied zwischen sich zu verstecken und Grenzen zu setzen." Er räumt jedoch ein, dass die Strategie mit erheblichen Risiken verbunden sei – denn Schweigen schaffe fast immer Raum für Spekulationen. Professorin Brønn geht noch weiter: Sie sieht durch den Informationsstopp "das Fundament des Vertrauens in die Monarchie" auf dem Spiel. Ihrer Meinung nach könne eine verfassungsmäßige Institution nicht auf unbestimmte Zeit jede öffentliche Transparenz verweigern und gleichzeitig erwarten, dass das Vertrauen der Bevölkerung davon unberührt bleibe.

Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon feiern den Nationalfeiertag am Königspalast in Oslo
Imago
Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon feiern den Nationalfeiertag am Königspalast in Oslo
Kronprinzessin Mette-Marit bei der Feier zum Nationalfeiertag in Skaugum, Mai 2026
Imago
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Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon feiern den Nationalfeiertag am Königspalast in Oslo
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Wie findet ihr die Kommunikationsstrategie des Palastes rund um Mette-Marits Transplantation?