Nach Skandal: Ex-Prinz Andrew fehlt bei Trooping the Colour
König Charles III. (77) hat in London seine große Geburtstagsparade gefeiert – doch ein Familienmitglied fehlte beim traditionellen Balkonauftritt am Buckingham-Palast komplett: Andrew Mountbatten-Windsor (66). Während König Charles, Königin Camilla (78), Prinz William (43) und Prinzessin Kate (44) gemeinsam mit ihren Kindern Prinz George (12), Prinzessin Charlotte (11) und Prinz Louis (8) der Öffentlichkeit zuwinkten, fehlte von Andrew jede Spur. Die glänzende Familienkulisse konnte daher nicht darüber hinwegtäuschen, dass Andrew nach seinen Skandalen immer weiter ins familiäre Abseits gerät.
Der frühere Duke of York ist seit Monaten wegen neuer Ermittlungen der Thames Valley Police in den Schlagzeilen. Die Beamten nahmen Andrew im Februar vorübergehend in Gewahrsam – der Royal wurde laut Behördenangaben wegen des Verdachts auf "Amtsmissbrauch" befragt. Er soll dem inzwischen verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) während seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter vertrauliche Informationen weitergegeben haben. Die Polizei bestätigte im Mai zudem, dass sie Hinweisen zu sexuellem Fehlverhalten nachgeht. Demnach soll 2010 eine Frau zu einem Anwesen in Windsor gebracht worden sein, "für sexuelle Zwecke", wie die Ermittler erklärten. Man arbeite bei den Ermittlungen eng mit der Staatsanwaltschaft in Großbritannien sowie mit dem US-Justizministerium zusammen. "Unser Team sehr erfahrener Ermittler arbeitet sorgfältig eine erhebliche Menge an Informationen durch", sagte der leitende Beamte Oliver Wright in einem offiziellen Statement. Man sei entschlossen, allen Spuren nachzugehen.
Auch wenn Andrew alle Vorwürfe weiterhin bestreitet, ist die Distanz der Königsfamilie zum früheren Duke of York bereits seit längerer Zeit deutlich sichtbar. Schon im Herbst 2025 hatte Charles seinem jüngeren Bruder dessen Titel entzogen. Seitdem tritt der frühere Prinz nur noch als Andrew Mountbatten-Windsor auf und musste zudem seinen langjährigen Wohnsitz Royal Lodge räumen. Die königliche Familie stellte damals in einer Pressemitteilung klar, dass die Sympathien des Königspaares den Opfern von Missbrauch gelten. Während der Jubel über die Militärparade und den Familienmoment auf dem Balkon nun an die vertrauten Bilder der vergangenen Jahre anknüpfte – mit William, Kate und den Kindern im Mittelpunkt –, wurde einmal mehr deutlich, dass Andrew seinen Platz innerhalb der Kernfamilie wohl endgültig verloren hat.








