

Kanye West soll eine Million Euro an Ex-Mitarbeiter zahlen
Kanye West (49) sieht sich mit einer neuen millionenschweren Geldforderung aus einem vergangenen Rechtsstreit konfrontiert. Nach dem juristischen Erfolg seines ehemaligen Mitarbeiters Anthony Saxon Netelkos fordert dessen Anwaltsteam nun eine erhebliche Summe für die rechtliche Vertretung. Aus neuen Gerichtsdokumenten, die unter anderem TMZ zitiert, geht hervor, dass rund eine Million Euro für die entstandenen Anwaltskosten beantragt werden. Diese Summe soll zusätzlich zu dem bereits rechtskräftig zugesprochenen Schadenersatz von 120.000 Euro gezahlt werden. Das Verfahren zog sich über fast drei Jahre hin und wurde im März von einer kalifornischen Geschworenenjury entschieden.
Die Jury kam zu dem Schluss, dass der Musiker für Verstöße gegen das Arbeitsrecht haftbar zu machen sei, da er für Anthony keine gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsunfallversicherung bereitgestellt hatte. Die nun geforderte Summe begründen die Anwälte des Klägers mit dem hohen Aufwand des Verfahrens, das sich über insgesamt 35 Monate erstreckte. In dem Antrag werden mehr als 740 Arbeitsstunden des Hauptteams sowie zusätzliche Zeiten weiterer Angestellter aufgeführt. Da die Verteidigung von Kanye während des Verfahrens mehrmals die Anwälte wechselte – insgesamt sollen fünf verschiedene Teams involviert gewesen sein – und der Fall in einem zweiwöchigen Prozess mündete, fordern die Juristen einen entsprechenden Aufschlag.
Die Dokumente geben auch Aufschluss über die Vergleichsverhandlungen im Vorfeld und während des Prozesses. Demnach bot Kanyes Team kurz vor dem Start des Verfahrens eine Zahlung von rund 90.000 Euro an. Im weiteren Verlauf forderten die Anwälte des Rappers jedoch eine Gegenzahlung von etwa 175.000 Euro sowie eine öffentliche Entschuldigung seitens des Klägers. Anthony lehnte beide Vorschläge ab und führte den Prozess zu Ende. Ob der verhältnismäßig geringe Schadenersatz nun durch eine siebenstellige Anwaltsrechnung ergänzt wird, liegt in der Entscheidung des zuständigen Gerichts. Für Kanye, der zuletzt durch aufwendige private Veranstaltungen wie einen Maskenball im Schloss von Versailles Schlagzeilen machte, bedeutet das Verfahren eine fortlaufende rechtliche und potenzielle finanzielle Belastung.








