Mit der TV-Karriere ist Schluss! Das verkündete überraschenderweise gestern Stefan Raab (48) seinen vielen Fans. Für die TV-Welt bedeutet das schon eine heftige Veränderung, immerhin fallen für ProSieben damit am Ende des Jahres gleich mehrere Formate komplett weg. Raabs Entscheidung ist aber nachvollziehbar, wenn man bedenkt, wie viel er eigentlich macht und vor allem, wie erfolgreich seine Karriere war. Und nicht nur er selbst war für seinen Erfolg verantwortlich - er hat auch andere Talente entdeckt.

Stefan Raab
Patrick Hoffmann/WENN.com
Stefan Raab

So kann man es durchaus als Erfolg betrachten, wie viele andere dank ihm bekannt geworden sind. Anzufangen wäre da mit Sicherheit bei Elton (44), der als "Showpraktikant" von Raab seinen Durchbruch hatte. Hinzu kommt dann noch die Entdeckung von Lena Meyer-Landrut (24) sowie Max Mutzke (34) und Stefanie Heinzmann durch seine Casting-Formate.

Stefan Raab und Lena Meyer-Landrut
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Stefan Raab und Lena Meyer-Landrut

Seine eigene Karriere nahm er allerdings schon mit 24 Jahren auf, damals noch als Produzent von Werbejingles, mit der Zeit gründete er auch noch einen eigenen Musikverlag sowie ein eigenes Plattenlabel - als Krönung des Ganzen folgte dann 1996 eine Goldene Schallplatte für "Hier kommt die Maus". Hinzu kamen ein Echo als bester nationaler Produzent des Jahres und sogar Dreifach-Gold für "Maschen-Draht-Zaun" und später immer mehr Auszeichnungen. Seine insgesamt sechs Teilnahmen am Eurovision Song Contest (ob als Sänger, Komponist oder Produzent) lieferten immer gute Ergebnisse ab - auch hier hat er definitiv seine Spuren hinterlassen.

Max Mutzke
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Max Mutzke

Seine Karriere als Moderator vor der Kamera konnte er 1993 beim Musiksender VIVA starten, wo er fünf Jahre lang dabei war. Seit 1999 ging es dann für ihn zu ProSieben, wo es mit TV total losging und woraus sich immer mehr eigene Show-Formate entwickelten. Prämiert wurde sein Wirken unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis, den er für das Konzept von der Castingshow SSDSGPS verliehen bekam.

Die vielen Standbeine, die sich der mit 35 Musik- und TV-Preisen ausgezeichnete Raab mit den Jahren aufgebaut hat, lassen sich somit eigentlich kaum noch zählen - ein Grund mehr, weshalb er sich über seine "Frührente" eigentlich keine Sorgen machen muss. Wie es im Handelsblatt heißt, verdiente er bisher nämlich wenigstens fünf Millionen Euro pro Jahr.