Nackt oder nicht nackt, das ist hier die Frage. Die Serie der digitalen Retourkutschen um Kim Kardashians (35) Nackt-Selfie scheint nicht abreißen zu wollen: Erst gab es Häme für das Pic, dann verteidigte sich Kim via Twitter, wiederum darauf kochten Gerüchte hoch, das Foto sei ein Fake und nun folgte der große Paukenschlag. Passend zum gestrigen Weltfrauentag, verfasste der Reality-Star so etwas wie seine Memoiren zum Nacktsein - und die haben es ganz schön in sich.

Kim Kardashian
Jacson / Splash News
Kim Kardashian

Bewegten sich Kims digitale Ergüsse sonst eher in einer Begrenzung von 140 Zeichen, sprengt das jüngst getippte Erzeugnis der Kardashian-Tochter den üblichen Rahmen. In einem flammenden Appell für die Nacktheit verteidigt sich die 35-Jährige inbrünstig für das Hochladen ihres schlüpfrigen Selfies. Los geht das pathetische Gerede zunächst mit einem Vorwurf an das moralische Verständnis der Gesellschaft: "Mit aller Ernsthaftigkeit, ich habe nie verstanden, warum sich Leute so gestört davon fühlen, was andere Menschen tun oder wie sie ihr Leben leben." Kim selbst hätte nie Drogen genommen, trinke so gut wie gar nicht und eine Straftat hätte sie auch noch nie begangen. Trotz dessen hielte man ihr vor, ein schlechtes Vorbild zu sein, weil sie ein nackiges Selbstbild von sich im Netz hochlud. Soweit die Ausgangslage!

Kim Kardashian
Instagram / kimkardashian
Kim Kardashian

Die Verfasserin versucht im Folgenden die Tatsache zu entkräften, vor 13 Jahren ein Schmuddel-Filmchen gedreht zu haben und stellt fest: "Lasst uns weitermachen. Ich habe es bereits getan. Ich fühle mich so bestärkt durch meinen Körper. Ich fühle mich so bestärkt durch meine Sexualität. Ich fühle mich bestärkt dadurch, der Welt meine Makel zu präsentieren und scheue keinerlei Kritik, die mir die Leute entgegenbringen." Die Angebetete von Kanye (38) führt ihre "Wodurch fühle ich mich stark"-Strichliste noch ein wenig weiter. Ihr Ehemann liebe und unterstütze sie bedingungslos - das bestärke sie. Kim sei froh, von so vielen starken und motivierten Frauen umgeben zu sein: Die Schwestern, die Mama und die Oma (Caitlyn Jenner, 66 wird übrigens mit keinem Wort erwähnt) - auch das gebe ihr Kraft.

Kim Kardashian, Kanye West und North West
Aficionado Group / Splash News
Kim Kardashian, Kanye West und North West

Um langsam abzuschließen erwähnt Kim, ihr bisher erlangtes Selbstbewusstsein an ihre Tochter weiterzugeben. Schließlich soll diese stolz darauf sein, wer sie ist, sich durch ihren Körper ebenfalls bestärkt fühlen und nicht in einer Welt aufwachsen, in der sie dafür unterdrückt wird, ihre Weiblichkeit in Szene zu setzen. Das It-Girl habe es satt, sich ihre Art zu leben vorschreiben zu lassen: "Ihr seid ihr und lasst mich bitte diejenige sein, die ich sein möchte: Eine Mutter, eine Ehefrau, eine Schwester, eine Tochter, eine Unternehmerin, der es erlaubt sein sollte, sich sexy zu zeigen." Für ihren Text erntete Kim sowohl Zuspruch als auch viel Kritik.