Der Trubel zur Rassismus-Debatte und den umstrittenen Erdogan-Support von Mesut Özil (29) in Verbindung mit dem blamablen WM-Aus in Russland spaltet noch immer Fußball-Deutschland. Nach anfänglichem Schweigen meldeten sich immer mehr Nationalmannschaftskollegen des Deutsch-Türken zu Wort und verteidigten die Leistung ihres Mittelfeldregisseurs bei der Weltmeisterschaft. Nach Youngster Julian Brandt (22) und Mannschaftskapitän Manuel Neuer (32) bezieht jetzt auch Vize-Kapitän Thomas Müller (28) Stellung.

Der extrovertierte Stürmer des FC Bayern München sieht vor allem die Medien als Mitschuldige der Kontroverse. "Die Debatte wird von außen befeuert", sagte er in einem Gespräch mit der Bild-Zeitung. Es sei seiner Meinung nach nicht verwunderlich, dass sich die ganze Nation spalte, wenn alles in der Öffentlichkeit breitgetreten werde. Er nimmt die Leistung der Mannschaft allerdings nicht in Schutz. Das Team müsse sich wieder mehr auf das Sportliche fokussieren, so der Nationalspieler.

Zu der Kritik am Erdogan-Foto hatte Özil lange Zeit geschwiegen, vor gut zwei Wochen hatte er dann dem DFB Rassismus vorgeworfen und seinen Rücktritt aus der National-Elf bekannt gegeben. Dazu sagte Müller klar: „Von Rassismus in der Nationalmannschaft kann keine Rede sein.“ Nach dem WM-Aus fordert er von den Spielern nun mehr Hingabe für die Mannschaft.

Mesut Özil, deutscher NationalspielerCatherine Ivill/Getty Images
Mesut Özil, deutscher Nationalspieler
Thomas Müller während eines Trainings von FC Bayern MünchenThananuwat Srirasant / Getty Images
Thomas Müller während eines Trainings von FC Bayern München
Manuel Neuer und Mesut ÖzilFacebook / Mesut Özil
Manuel Neuer und Mesut Özil
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Komplett richtig! Die mediale Aufmerksamkeit verzerrt die Debatte vollkommen.
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Die Medien geben die Situation nüchtern wieder. Das Thema ist einfach eine pikante Angelegenheit.


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