"Stranger Things"-Kritik: Produzenten erklären Wills Outing
Die finale Staffel der Netflix-Erfolgsserie Stranger Things sorgt für heftige Diskussionen. Was eigentlich ein emotionaler Höhepunkt werden sollte, entwickelte sich zu einem regelrechten Kulturkampf in den sozialen Medien. Für alle, die noch nicht fertig geschaut haben: Achtung Spoiler! Will Byers, gespielt von Noah Schnapp (21), outete sich in der siebten Episode vor seiner Familie und seinen Freunden als homosexuell – eine Szene, die jahrelang aufgebaut wurde, aber nun für massive Kontroversen sorgt. Die Bewertungen auf IMDb stürzten ab, und die Episode erhielt mit 5,6 von 10 Punkten die schlechteste Bewertung der gesamten Serie. "Es war eine wirklich wichtige Szene für uns und eine wirklich wichtige Szene für Noah", verteidigte Macher Ross Duffer (41) die umstrittene Sequenz bei Variety.
Die Diskussion erreichte eine neue Dimension, als sich sogar Tech-Milliardär Elon Musk (54) auf der Plattform X zu Wort meldete. Der Tesla-Chef kritisierte die Coming-out-Szene scharf und bezeichnete sie als "komplett unnötig" und als etwas, das "einem Publikum aufgezwungen wird, das einfach nur Science-Fiction genießen will." Seine Aussagen erhielten Zuspruch aus rechtskonservativen Kreisen, die teilweise mit drastischen und homophoben Kommentaren reagierten. Die Fangemeinde der Serie zeigte sich tief gespalten: Während die einen die authentische Darstellung von Wills Entwicklung lobten, empfanden andere die Szene als störend für den Plot. Matt Duffer erklärte gegenüber Variety die narrative Bedeutung des Coming-outs: "Es ist wirklich der finale Schritt in Wills Reise, und Will ist in vielerlei Hinsicht der Schlüssel zur Niederlage von Vecna." Die Duffer-Brüder betonten, dass Wills Selbstakzeptanz sein Weg war, "das Böse zu überwinden" und gegen den Hauptantagonisten zu kämpfen. "Wir sind stolz auf diese Folge, wir sind stolz auf diese Szene und wir sind stolz auf Noah, der eine wirklich mutige, sehr verletzliche Darstellung abgeliefert hat", so Ross.
Noah, der 2023 öffentlich sein Coming-out auf TikTok hatte, erzählte dem Magazin People, er sei vor dem Dreh nervös gewesen, aber die Duffers hätten die Szene "so perfekt" geschrieben. "Sie haben mit queeren Freundinnen und Freunden gesprochen, um zu verstehen, wie man es richtig macht", sagte der Schauspieler. Er habe das Skript gelesen, geweint und "keine Anmerkungen" gehabt. Nach der Ausstrahlung stand Matt mit Noah laut eigener Aussage per Nachricht ständig in Kontakt: "Er ist in einem wirklich guten Zustand", sagte er über den Star, der sich "sehr stolz" auf die Szene zeigt. Noah erklärte zudem, dass die Unterstützung der Fans für Wills Weg ihm persönlich geholfen habe: Die warme Resonanz seit Staffel 4 habe ihm gezeigt, dass Offenheit möglich ist. "Wenn ich den Charakter nicht gespielt hätte, würde ich mich vermutlich immer noch verstecken", gestand er 2023 dem Magazin Variety. Staffel 5 von "Stranger Things" ist komplett bei Netflix abrufbar.








