Hulk Hogans (†) Netflix-Bitte: Tod des Bruders aussparen
In einer neuen Netflix-Dokumentation über den verstorbenen Wrestlingstar Hulk Hogan (†71) kommt ein schmerzhaftes Kapitel aus dessen Vergangenheit zum Vorschein: der Überdosistod seines älteren Bruders Alan Bollea im Jahr 1986. Bei den Dreharbeiten zur vierteiligen Doku "Hulk Hogan: Real American", die am 22. April bei Netflix gestartet ist, war der Wrestlingstar sichtlich bewegt, als die Produzenten ihn auf den Tod seines Bruders ansprachen. Das Interview war zugleich das letzte in Hulks Leben – der Wrestling-Legende starb im Juli 2025 im Alter von 71 Jahren an einem Herzinfarkt.
Im Interview bat Hulk die Produzenten, das Thema fallen zu lassen: "Du musst aufhören, du bohrst viel zu tief bei mir", sagte er emotional. Dennoch gewährt er in der Dokumentation auch Einblicke in seine Beziehung zu Alan. Die beiden seien nicht sehr eng miteinander gewesen, erklärt er. Sein Bruder sei früh auf Abwege geraten und habe sich in Florida Schwierigkeiten eingehandelt, bevor er nach Oakland in Kalifornien zog. Zum Zeitpunkt seines Todes hatten die beiden Brüder gerade wieder Kontakt aufgenommen – Alan war frisch aus einer Entzugsklinik entlassen worden. Hulk habe versucht, ihm zu helfen und ihn auf dem richtigen Weg zu halten, erzählt auch seine Ex-Frau Linda Hogan (66) in der Doku. In der Nacht, in der Alan starb, hätte er eigentlich bei Hulk mitreisen sollen, doch Alan sagte ab und bat stattdessen um Geld für die Miete. Noch in derselben Nacht erhielt Hulk den Anruf, dass sein Bruder an einer Überdosis gestorben sei. "Es war schwer, damit fertigzuwerden", sagt der Wrestler in der Doku.
Hulk Hogan, dessen bürgerlicher Name Terry Bollea lautete, gehörte zu den bekanntesten Wrestlern der Geschichte und gewann im Laufe seiner Karriere zwölf Weltmeistertitel. Mit Linda war er 1983 den Bund der Ehe eingegangen – im selben Jahr, in dem auch Alan starb. Einem breiten Fernsehpublikum wurde die Familie durch die Realityshow "Hogan Knows Best" bekannt, die Anfang der 2000er-Jahre auf VH1 lief. In den Folgejahren geriet Hulk durch mehrere Skandale in die Schlagzeilen, darunter ein Sextape sowie rassistische Äußerungen, die 2015 öffentlich wurden. In der Doku zeigt er sich dennoch gelassen gegenüber seiner umstrittenen Vergangenheit: "Ich suche nicht nach einem Schulterklopfen für mein Vermächtnis. Nicht jeder wird dich lieben. Manche Leute hassen mich, aber ich bin definitiv der größte Wrestler aller Zeiten. Ich bin Hulk Hogan", sagt er.






