Ärzte gaben Matthew Perry Ketamin trotz Nebenwirkungen
Eine neue Dokumentation beleuchtet die Umstände rund um den Tod von Matthew Perry (†54) im Oktober 2023. In der Serie "Hollywood Demons" auf dem Sender ID widmet sich die Episode "Dr. Feel Goods" den letzten Wochen des Friends-Stars und stellt dabei eine erschreckende Behauptung in den Raum: Ärzte sollen Matthew weiterhin mit Ketamin versorgt haben, obwohl sie wussten, dass er bereits heftige Nebenwirkungen auf das Mittel gezeigt hatte. Die Folge ist seit dem 11. Mai 2026 in den USA abrufbar und lässt Suchtexperten sowie Strafverfolgungsbeamte zu Wort kommen.
Laut der Dokumentation injizierten die Ärzte Mark Chavez und Salvador Plasencia dem Schauspieler zunächst selbst das Ketamin. Bei einer dieser Injektionen durch Plasencia soll es zu einem Zwischenfall gekommen sein: Matthews Blutdruck schoss in die Höhe, und er war plötzlich nicht mehr in der Lage, sich zu bewegen. Dennoch sollen die Ärzte dem Haushaltsassistenten des Schauspielers, Kenneth Iwamasa, gezeigt haben, wie er Matthew injizieren solle – obwohl Iwamasa keinerlei medizinische Ausbildung hat. Der Suchtmediziner Drew Pinsky bezeichnete dies gegenüber dem Sender ID als "unglaublich". Der pensionierte DEA-Sonderagent Bill Bodner erklärte in der Doku, dass die Ärzte hätten erkennen müssen, wie gefährlich die Verabreichung des Mittels außerhalb einer Klinik sei. Die letzten Injektionen von Chavez und Plasencia erhielt Matthew am 12. Oktober 2023. Danach beschaffte Iwamasa das Ketamin über den Schwarzmarkt. Am Todestag, dem 28. Oktober 2023, injizierte ihm Iwamasa dreimal das Mittel – mit tödlichem Ausgang.
Matthew, der am 28. Oktober 2023 im Alter von 54 Jahren leblos in seinem Whirlpool aufgefunden wurde, war für seine Offenheit über seine Suchtprobleme bekannt. In seiner 2022 erschienenen Autobiografie "Friends, Lovers and the Big Terrible Thing" hatte er ausführlich über seinen jahrelangen Kampf mit Drogen und Alkohol geschrieben. Im Zuge der Ermittlungen zu seinem Tod wurden mehrere Personen verhaftet und angeklagt. Iwamasa und ein weiterer Beteiligter, Erik Fleming, bekannten sich schuldig und warten noch auf ihr Urteil. Plasencia wurde zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, Chavez zu acht Monaten Hausarrest. Jasveen Sangha, die das Ketamin am Todestag geliefert haben soll, wurde im April 2026 zu 15 Jahren Haft verurteilt.






