"Untalentiert": Paul McCartney schießt gegen Influencer
Mit Influencern kann Paul McCartney (83) so gar nichts anfangen. Im Podcast "The Rest Is Entertainment" hat die Musiklegende jetzt deutliche Worte über die heutige Social-Media-Welt gefunden. "Vieles von diesem Influencer-Zeug – ich verstehe es einfach nicht wirklich, weil ich nicht dieser Generation angehöre", sagte er. Besonders irritiert ihn, wie schnell Menschen heute berühmt werden können, ohne dass ein offensichtliches Talent dahintersteht. "Ich finde es lustig – und vermutlich gab es das schon immer –, aber Menschen, die nicht besonders talentiert zu sein scheinen, sind unfassbar berühmt. Milliarden Klicks und Aufrufe", wunderte sich Paul. Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu, er müsse "vorsichtig sein, wenn man darüber spricht, weil man sonst sehr altmodisch klingt. Was ich ja auch bin."
Neben der Influencer-Kritik hat Paul, der offen über seine Depression sprach, im Podcast auch über den Umgang mit Bekanntheit philosophiert. Für Stars, die sich über aufdringliche Fans beklagen, hat er wenig Verständnis. Das sei eine "moderne Krankheit" – denn er und seine damaligen Kollegen hätten den Rummel um ihre Person schlicht geliebt. Zugleich macht der Musiker selbst klar, wo seine eigenen Grenzen liegen: Selfies mit Fans lehnt er konsequent ab. Um zu erklären warum, greift er zu einem ungewöhnlichen Vergleich: "An der Côte d'Azur in Saint-Tropez gibt es am Strand einen Mann mit einem Affen. Man bezahlt dafür, mit diesem Affen fotografiert zu werden. Ich will mich wirklich nicht wie dieser Affe fühlen." Selbst Talkshow-Ikone Oprah Winfrey (72) habe er diese Bitte abgelehnt – und auf ihre ungläubige Nachfrage geantwortet: "Weil ich nicht will. So einfach ist das."
Passend zu diesen Aussagen über Bekanntheit und Wurzeln steht für Paul gerade ein besonders persönliches Projekt im Vordergrund: sein neues Album "The Boys of Dungeon Lane", das am 29. Mai erscheint. Musik macht Sir Paul nach eigenen Worten heute nur noch aus einem einzigen Grund. "Es ist mein Hobby", sagte er bei einem rund 90-minütigen Event in Abbey Road. Auf der Platte blickt er auf seine Jugend in Liverpool zurück. Ein Highlight ist ein Duett mit seinem ehemaligen Beatles-Kollegen Ringo Starr (85) – die erste gesangliche Zusammenarbeit der beiden überhaupt. Das Album ist bei einer lockeren Session mit Produzent Andrew Watt in Los Angeles entstanden.









