Wayans-Brüder erobern "Scary Movie"-Franchise zurück
25 Jahre nach dem originalen Kinohit ist "Scary Movie" zurück – und zwar wieder in den Händen der Familie, die das Franchise einst erschaffen hat. Bei der Premiere des neuen Films feierten Marlon Wayans (53) und seine Brüder Shawn (55) und Keenen (68) gemeinsam ihre Rückkehr zum Franchise. Neben den Wayans-Brüdern waren bei dem Event unter anderem Lizzo (38), AJ McLean (48) von den Backstreet Boys, Carmen Electra (54), Anthony Anderson und Anna Faris (49) dabei. Mit sichtlicher Emotion wandte sich Marlon an das Publikum: "Seit das Franchise uns aus den Händen genommen wurde, haben wir immer von diesem Moment geträumt."
Dass es so weit kommen konnte, ist vor allem dem neuen Miramax-CEO Jonathan Glickman zu verdanken, der die Wayans-Familie nach seiner Amtsübernahme im Jahr 2024 kontaktiert hatte. Die Rückeroberung des Franchises bedeutet für die Wayans vor allem eine finanzielle Änderung: Sie sollen einen Deal bekommen haben, der vergleichbar ist mit dem, was Regisseure wie Quentin Tarantino (63) und Robert Rodriguez (57) erhalten. Laut Marlon nutzten Harvey (74) und Bob Weinstein (71) beim ersten und zweiten Teil der Filmreihe Buchhaltungstricks, um die Familie um ihre rechtmäßigen Tantiemen zu bringen – obwohl "Scary Movie" 240 Millionen Euro bei einem Budget von 16,4 Millionen Euro eingespielt hatte und der zweite Teil weitere 121,8 Millionen Euro.
Als Marlon gefragt wurde, ob die Weinsteins ihn und seine Geschwister tatsächlich abgezockt hätten, antwortete er gegenüber Variety schlicht: "Absolut. Auf jeden Fall." Nachdem "Scary Movie 2" erschienen war, hatten die Brüder für den dritten Teil eine angemessene Gehaltserhöhung gefordert – das Studio machte stattdessen ein deutlich niedrigeres Angebot. Als die Wayans ablehnten, wurde "Scary Movie 3" ohne sie produziert. Von der Entscheidung erfuhren sie Marlon zufolge durch eine Pressemitteilung an Silvester. Harvey Weinstein selbst befindet sich derweil in einer andauernden rechtlichen Auseinandersetzung: Sein dritter Vergewaltigungsprozess in New York scheiterte im Mai an einer uneinigen Jury. Die Staatsanwaltschaft prüft laut New York Times derzeit, ob ein weiterer Prozess angestrengt wird.









