Hass und Ausbeutung: Gina-Lisa Lohfink besucht Therapie
Gina-Lisa Lohfink (39) hat mit bemerkenswerter Offenheit über ihre regelmäßige psychotherapeutische Behandlung gesprochen und klargestellt: Der Gang zum Therapeuten ist für sie längst kein Tabu mehr, sondern fester Bestandteil ihrer Alltagsbewältigung. Mit der pragmatischen Feststellung "Muss ich ja! Das hilft mir" entzauberte sie laut Bild den schönen Schein der Glitzerwelt, in der massiver Druck, Ausbeutung und öffentliche Anfeindungen oftmals einfach weggelächelt werden. Die professionelle Hilfe diene Gina-Lisa als entscheidendes Fundament, um die psychischen Lasten eines Lebens im Rampenlicht zu tragen, so die 39-Jährige.
In der Therapie blickt Gina-Lisa laut eigener Aussage tief in die eigenen Beziehungsdynamiken und analysiert eine Chronik der professionellen und privaten Instrumentalisierung: "Ich wurde schon immer ausgenutzt, ob von Männern oder Managern", erklärte die 39-Jährige. Die Bilanz der ehemaligen Kandidatin von Germany's Next Topmodel über ihr Liebes- und Berufsleben fällt dementsprechend ernüchternd aus: "Ruhm hat eben immer eine Schattenseite."
Doch immerhin vor einer Sache kann sich Gina-Lisa gezielt schützen: "Kommentare lese ich nicht mehr. (...) Dieses Gift im Internet, das ist schlimm", so die gebürtige Seligenstädterin. Diese Kombination aus digitaler Abschottung und tiefenpsychologischer Aufarbeitung ihrer Vergangenheit zeigt den hohen Preis der medialen Dauerpräsenz. Gina-Lisa demontiert mit dieser Ehrlichkeit zwar die Illusion der unzerstörbaren Reality-Ikone, doch zeigt sie sich damit auch einer neuen Generation zugehörig, für die der Gang zur Psychotherapie längst nichts mehr ist, für das man sich schämen müsste.








