Vaterschaftsdrama: Jay-Z schmettert Insolvenz-Ausrede ab
Neuer Ärger für Jay-Z (56) vor Gericht: Der Rapper hat in einem laufenden Insolvenzverfahren rechtliche Schritte gegen Lillie Coley eingeleitet, die Großmutter von Rymir Satterthwaite. In neuen Unterlagen, über die TMZ berichtet, verlangt der Musiker, dass eine Forderung von rund 119.000 Dollar (104.459 Euro) nicht einfach durch Lillies Insolvenz gelöscht wird. Der Streit spielt sich vor einem Gericht in den USA ab und steht im Zusammenhang mit den jahrelangen Vaterschaftsvorwürfen, die Rymir gegen Jay-Z erhebt. Nun will der Musiker, den inzwischen zurückgezogene Missbrauchsvorwürfe emotional erschüttert haben, sicherstellen, dass Lillie diese Summe trotz ihres Insolvenzverfahrens begleichen muss und nicht aus der Verantwortung entlassen wird.
Hintergrund des ganzen Dramas: Lillies Enkel Rymir behauptet seit Jahren, Jay-Z sei sein leiblicher Vater. Seine inzwischen verstorbene Mutter Wanda soll nach Rymirs Darstellung eine Beziehung mit dem Rapper gehabt haben, aus der er hervorgegangen sei. Jay-Z hatte diese Anschuldigungen wiederholt vor Gericht angefochten – laut den jetzt eingereichten Unterlagen wurden sämtliche Klagen der Familie gegen ihn abgewiesen. In den aktuellen Papieren heißt es nach Angaben von TMZ, Lillie habe den Musiker über ein Jahrzehnt hinweg mit zahlreichen aussichtslosen Klagen, Online-Kampagnen und öffentlichen Aussagen verfolgt. Dadurch seien für den Rapper Anwaltskosten in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro entstanden. Lillie versucht nun, im Rahmen ihres Insolvenzverfahrens zu erreichen, dass Jay-Zs Forderung gestrichen wird, und beantragt, seinen Vorstoß aus formalen Gründen abzuweisen. Eine endgültige Entscheidung des Gerichts steht noch aus.
Rymir selbst begleitet das juristische Hin und Her bereits seit vielen Jahren. Der heute erwachsene Mann hatte immer wieder öffentlich betont, wie sehr ihn die ungeklärte Vaterschaftssituation beschäftigt, und suchte mit Hilfe von Anwälten und Medien die Anerkennung seiner Version der Geschichte. Seine Mutter Wanda, die ihn großzog und inzwischen verstorben ist, wurde in Berichten häufig als zentrale Bezugsperson in seinem Leben beschrieben. Lillie unterstützt ihren Enkel seit Langem in seinem Kampf und tritt als Sprecherin der Familie auf, während Jay-Z sein Privatleben rund um seine Frau Beyoncé (44) und ihre drei gemeinsamen Kinder traditionell weitgehend aus der Öffentlichkeit heraushält und sich in persönlichen Fragen nur selten ausführlich äußert. Stattdessen werden Stellungnahmen zu dem Konflikt meist über Anwälte und Gerichtsdokumente veröffentlicht, die nun erneut Einblicke in das komplizierte Verhältnis zwischen dem Musiker und der Familie Satterthwaite geben.











