Seit einem Monat sitzt Bordell-Besitzer Bert Wollersheim (61) nach der groß angelegten Puff-Razzia bereits in Haft. Die Vorwürfe: Er soll davon gewusst und profitiert haben, dass die Freier mit K.O.-Tropfen betäubt und ihre Kreditkarten gestohlen wurden. Zusätzlich sollen viele der Opfer durch pikante Fotos mit den Prostituierten erpresst worden sein, damit sie keine Anzeige erstatten. Und auch Sex-Tapes wurden angeblich heimlich aufgenommen, um die Kunden zur Wiederkehr zu zwingen. Die Anklage geht also von Verbrechen im großen Stil aus, während Wollersheims Anwalt betonte, dass keine konkreten Beweise gegen den Bordell-Besitzer vorlägen.

Deshalb legte der Verteidiger des 61-Jährigen nun laut Bild.de offiziell Haftbeschwerde ein. Dies bestätigte Staatsanwaltschafts-Sprecher Christoph Kumpa: „Die Beschwerde liegt vor.“ Doch hat die Beschwerde auch eine Chance auf Erfolg? Die Staatsanwaltschaft scheint sich nämlich ziemlich sicher zu sein, beweisen zu können, dass Bert Wollersheim von den verbrecherischen Machenschaften wusste und wenn schon nicht partizipiert, dann doch geduldet hat, was vor sich ging.

Die Seite der Anklage muss nun zu der Haftbeschwerde Stellung beziehen, bevor dann das zuständige Landgericht Düsseldorf darüber entscheidet. Da es bis dahin aber Wochen dauern kann, muss Bert Wollersheim wohl noch eine ganze Weile im Gefängnis ausharren.


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