Der Fall des toten NFL-Spielers Aaron Hernandez nimmt immer skurrilere Züge an. Hernandez saß wegen Mordes in einem Gefängnis im US-Bundesstaat Massachusetts. Am 19. April wurde er in den frühen Morgenstunden allerdings tot in seiner Zelle gefunden. Während es sofort hieß, es handle sich um Suizid, äußerte sein Anwalt Zweifel an der Theorie und erklärte, sein Mandant sei ermordet worden. Ein weiteres bizarres Detail: Auf Hernandez' Stirn stand ein Bibelvers geschrieben. Nun wird auch noch bekannt, dass der Tote aufgrund eines ungewöhnlichen Gesetzes jetzt als Unschuldiger gilt.

Aaron Hernandez, NFL-Star
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Aaron Hernandez, NFL-Star

Wie Radar Online berichtet, ist dafür ein in Massachusetts geltendes Gesetz verantwortlich – "Abatement ab Initio". Übersetzt wird das etwa mit: "von Beginn an". Da Hernandez zu Lebzeiten mithilfe seines Anwalts noch nicht alle juristischen Möglichkeiten zu seiner Verteidigung genutzt hatte, steht der Fall vor dem Gesetz wieder am Anfang. Dank dieser bizarren Regelung gilt der American-Football-Spieler nun also als unschuldig.

Aaron Hernandez, Sportler
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Aaron Hernandez, Sportler

"Leider wird die Familie des Opfers so nie richtig mit dem Fall abschließen können. Aaron Hernandez stirbt als unschuldiger Mann", erklärt ein Rechtsbeistand den ungewöhnlichen Mordfall.

Aaron Hernandez bei den New England Patriots
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Aaron Hernandez bei den New England Patriots

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