Umgang mit Gil Ofarim im Dschungel: RTL-Chef gesteht Fehler
RTL-Chef Stephan Schmitter sorgt jetzt mit klaren Worten für Aufsehen: Rund zwei Monate nach Gil Ofarims viel diskutiertem Sieg bei "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" räumt er im Gespräch mit dem Medienmagazin DWDL Fehler seines Senders ein. Im Mittelpunkt steht der Umgang mit dem sogenannten Davidstern-Skandal, der schon vor Gils Einzug ins australische Camp heftig diskutiert worden war. Während der Staffel hatten nicht nur die Mitcamper, sondern auch viele Zuschauer immer wieder Gils Vergangenheit thematisiert – und RTL vorgeworfen, dessen Aussagen im laufenden Programm nicht ausreichend einzuordnen.
Besonders problematisch waren laut Schmitter Aussagen, die Gil während der Livesendungen getätigt hatte. Der Sänger hatte sich zunächst auf eine angebliche Verschwiegenheitserklärung berufen, tatsächlich handelte es sich jedoch um eine Unterlassungserklärung. Später stellte er sogar das Beweisvideo aus dem Hotel infrage und behauptete, es sei manipuliert worden. Die Staatsanwaltschaft wies diese Behauptungen klar zurück und sprach von "bloßen Wiederholungen von Vermutungen und Andeutungen". Zuschauer warfen RTL vor, Gils Aussagen nicht ausreichend eingeordnet zu haben. Schmitter räumt nun ein, dass es "ein, zwei Sendungen" gegeben habe, in denen zugespitzte Behauptungen fielen, ohne dass direkt reagiert wurde. "Aus heutiger Sicht wäre es an der einen oder anderen Stelle besser bzw. richtig gewesen, die Fakten direkt in der Livesendung klarzustellen und nicht nur in der 'Stunde danach'", so der RTL-Chef. "Da hätten wir in Köln redaktionell reagieren müssen. Und sei es nur mit einer Bauchbinde."
Der Davidstern-Skandal hatte im Vorfeld bereits für große Aufregung gesorgt. Ein damals von Gil beschuldigter Hotelmitarbeiter zeigte sich später in einem Interview mit der Zeit fassungslos über die Ereignisse im Dschungel. "Er inszeniert sich wie ein Opfer, obwohl ich das bin, und das ist schwer für mich", sagte er. Gil, der Vater von zwei Kindern ist und neben seiner Karriere als Sänger auch als Schauspieler tätig war, hatte bereits während seiner Zeit im Camp kaum über den Vorfall gesprochen.









